Sparen für Bottrop

Der Sparerfolg ist unverkennbar.
 
Bottrops Friedensspartaube
Mit Dummheit scheint man doch viel Geld einsparen zu können.
Denn bei den betroffenen Bürgern Akzeptanz und ein Verständnis zu erzeugen, sich selbst zu bestehlen, und im Gegenzug es den Profiteuren zu schenken, und das auch noch für gut und richtig zu halten, das soll schon wirklich etwas heißen.
Solch eine geistige Manipulation gegen die eigenen Interessen bedarf schon harter und gewaltiger Anstrengungen der Politiker und Massenmedien, um diesen sozialen Blackout zu gestalten.
Wahrscheinlich ist das aber auch nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, die mit eulenspieglerischer Gewandtheit hinters Licht geführt wird.
Denn, dass die Verschuldung bei Bund, Land und Kommune trotz aller Anstrengungen nicht abnehmen wird, kann uns jede Rating-Agentur bestätigen.
Die Sparorgien der Städte basieren ja nicht nur auf die völlige Überschuldung der Kommunen, (BOT = 318 Mill. Euro Kredit mit jährlich 9 Mill. Zinsen) sondern auch auf das so genannte „Stärkungspaket“ der Landesregierung, das uns noch weiter in den Ruin treiben wird.
Eigentlich ist es auch mehr ein „Schwächungspaket“, denn nicht nur, dass das Land zum größten Teil für die Verschuldung der Städte mit verantwortlich ist, muss als Auflage die gleiche Summe im Haushalt, also beim Bürger wieder eingespart werden.
Für die Finanzierung dieses Unsinns hat NRW (das selbst mit über 620 Mrd. Euro verschuldet ist) neue Kredite aufgenommen, um mit höherer Neuverschuldung kleinere Altschulden abzubauen.
Nutznießer ist eindeutig die gleiche Finanzwirtschaft die schon mit ihren Zinsspekulationen dabei ist, die ganze EU zu ruinieren und mit ihrem Schuldenfallen in die Knie zwingt.
Auch die Sparorgie der Stadt Bottrop wird an dem Schuldenberg nichts ändern, da mag man noch so in allen Bereichen sparen, streichen und kürzen.
Die Verantwortlichen aus Verwaltung und Politik werden jedenfalls ganz demokratisch und mehrheitlich die harten Kürzungsmaßnahmen gegen die Interessen der Bevölkerung beschließen.
Einsprüche oder Eingaben an Beschwerdestellen oder Petitionsausschüsse werden kaum etwas bringen, denn dort sitzen die gleichen parteiübergreifenden angepassten Leute, die die Sparbeschlüsse mit zu verantworten haben.
Eine Chance hat nur die Solidarität der Bürgerschaft, einige Maßnahmen zu Fall zu bringen.
Wichtig ist dabei nur, dass sich die unterschiedlichsten Interessensgruppen nicht auch noch
gegenseitig ausspielen lassen, denn dann sind im Endeffekt ALLE die glorreichen Verlierer.
Was auf der Strecke bleiben wird ist jedenfalls der Lebensstandard, die Lebensfreude und ein gutes liebenswertes Stück Bottrop.
Bei denen, die allerdings viel Verständnis für die Sparvorschläge haben und es sich von ihren Löhnen, Gehältern und Renten leisten können Verzicht zu üben, die sollte man auch nicht daran hindern, aber die anderen bitte in Ruhe lassen.
Was ich allerdings vermisse sind die Einsparungsvorschläge bei den Politikereinkommen und die Gehaltsrückstufungen in den Verwaltungsspitzen und bei den Vermögenden.
Vielleicht sollte man das Rathaus und die ganzen Verwaltungsgebäude ja verkaufen und das Personal und die Politiker zu angemessenen Preisen an Griechenland weiterreichen.
Da könnte man wirklich echt Geld einsparen und wäre die ganzen Kürzungsexperten los.
In Belgien hat man auch fast 2 Jahre ohne Regierung gelebt und es ist nur deshalb aufgefallen, als sie sich wieder zurückgemeldet haben.
Gerne erzählt man ja auch immer wieder das Märchen: „Aber es ist doch kein Geld da“.
Allein in den Steueroasen der Welt sind 11,5 Trillionen Dollar entwendetes Volksvermögen geparkt, die von der Finanzindustrie recht gewinnbringend eingesetzt werden.
Was sind da schon einige „Billiönchen“ Euro für Not leidende Banken in der EU.
Und die USA macht es sogar vor, dass es auch anders herum geht, denn sie sind das höchstverschuldete Land (über 15 Billionen Staatsschulden) nehmen ständig neue Kredite auf und werden von den Rating-Agenturen trotzdem mit der Bestnote eingestuft.
Über diese Zusammenhänge sollte man vielleicht einmal nachdenken.
Doch jetzt wird erst einmal wieder fleißig und gezielt von der ganzen Misere abgelenkt, denn jetzt gibt es die Olympischen Spiele unter dem altbewährten Muster „Brot und Spiele fürs Volk.“
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4 Kommentare zum Beitrag
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Nils Feldeisen aus Bottrop am 31.07.2012 um 13:15 Uhr  
410
Rolf Zydeck aus Bottrop am 01.08.2012 um 00:11 Uhr  
18
Nils Feldeisen aus Bottrop am 01.08.2012 um 11:58 Uhr  
410
Rolf Zydeck aus Bottrop am 03.08.2012 um 19:37 Uhr  
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