Sparkasse Bottrop: Regulierung drückt auf die Margen

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Ein Jahr wie 2014 hat Vorstandsvorsitzender Thomas Schmidt noch nicht erlebt. (Foto: Sparkasse Bottrop)
 
Vorstandsmitglied Burkhard Klanten empfiehlt, verschiedene Anlageformen zu wählen. (Foto: Sparkasse Bottrop)

„2014 war ein gutes Jahr“, freut sich Thomas Schmidt. „Aber wenn die Kreditzinsen immer weiter zurückgehen drückt das, wie die zunehmende Regulierung, auf die Margen“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bottrop mit Blick auf die kommenden Jahre.

Die Bilanzsumme der Sparkasse Bottrop stieg 2014 um 5,2 Prozent auf 1.198 Millionen Euro, die Kundeneinlagen erhöhten sich von 771 auf 800 Millionen Euro, und das Volumen im Kreditgeschäft erhöhte sich um 7 Millionen auf 757 Millionen Euro.

Nicht alle Eier in einen Korb legen


„In 35 Jahren habe ich das noch nicht erlebt: Die Europäische Zentralbank hat eigentlich die Zinsen abgeschafft - das Guthaben auf dem Konto wird jedes Jahr weniger Wert, keine schöne Situation für die Sparer“, sagt Thomas Schmidt.
„Früher bekam man zwischen 4 und 6 Prozent für längerfristige Einlagen wie einem Sparkassenbrief, heute ist es ein Prozent - bei Tagesgeld liegen die Zinsen bei 0,1 Prozent“, so Burkhard Klanten. Das Vorstandsmitglied empfiehlt, verschiedene Anlageformen zu wählen: „Man sollte nicht alle Eier in einen Korb legen.“
2014 lag der Schwerpunkt auf kurzfristigen und flexiblen Anlageformen. „Aber auch alternative Investments in Wertpapieren, schwerpunktmäßig Investmentfonds, gewinnen wieder an Bedeutung“, weiß Klanten. Alle Sparkassen-Berater wurden 2014 mit dem neuen „Beratungsprozess Anlageberatung“ vertraut gemacht. „Damit werden die Sparkassen-Kunden strukturiert durch die Vermögensanlage geführt und es können zielgerichtet - je nach Risikoneigung - individuelle Anlageempfehlungen ausgesprochen werden“, erläutert Thomas Schmidt und führt aus: „Kunden, die mit dem Finanzkonzept beraten wurden sind zufriedener als die, die es noch nicht in Anspruch genommen haben.“

Neben der Beratung in der Filiale setzen auch viele Sparkassen-Kunden auf das Internet: 30.000 von 70.000 Girokonten sind Online. 2012 gab es 2,8 Millionen, 2014 bereits 4,3 Millionen Zugriffe auf die Internetfiliale. „Das Filialnetz wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren kleiner werden, diesem Trend kann sich keiner verschließen“, ist sich Schmidt sicher.

Ein Belastungsfaktor für die Sparkasse sind die Regulierungsmaßnahmen, die durch die Finanzmarktkrise auf die Geldinstitute zugekommen sind. „Die in Brüssel kennen das deutsche Bankensystem nicht - wir haben um zwei Mitarbeiter aufgestockt, um der Regulierungsflut Herr werden zu können“, so Schmidt und führt aus: „Es stellt sich die Frage, ob eine differenziertere Betrachtung für Sparkassen und Genossenschaftsbanken nicht zweckdienlicher wäre.“
Im Baufinanzierungsgeschäft freut sich die Sparkasse über eine sehr positive Entwicklung: Es wurden über 66 Millionen Euro Wohnungsbaukredite ausgeliehen, 290 Immobilien konnte die Sparkasse insgesamt finanzieren. „Das Kirchhellener Baugebiet Schultenkamp ist sehr gefragt, zu Beginn des Jahres wurde der zweite Bauabschnitt eröffnet. Bereits die Hälfte der Häuser der Häuser ist verkauft.“ Ein dritter Bauabschnitt ist aber zurzeit noch nicht absehbar.

An sich und andere denken ist das Motto der Sparlotterie der Sparkassen. Mit jedem Los legt der Kunde 4,80 für sein persönliches Sparguthaben an. Vom Losbeitrag von 1,20 kommen 30 Cent gemeinnützigen Organisationen zugute. Insgesamt wurden etwa 300 Projekte mit über einer halben Millionen Euro an Spenden durch die Sparkasse gefördert.
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