Sparkassen-Debatte: LINKE verlangt Einsatz fahrbarer Filialen

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Immer weniger Sparkassen-Niederlassungen soll es in Bottrop geben. (Foto: Foto: Deutscher Sparkassen- und Giroverband)
In der Debatte um die Schließung von vier Sparkassen-Standorten verlangt DIE LINKE mehr Flexibilität der Sparkasse, um das „abklemmen“ ganzer Stadtteile von der Versorgung mit Geld-Dienstleistungen zu verhindern: „Die Sparkasse ist keine normale Bank. Die Stadt leistet sich so ein Institut, um für eine breite Bevölkerung Gelddienstleistungen sicher zu stellen. Deshalb ist der Kahlschlag-Kurs des Sparkassen-Vorstandes völlig indiskutabel“, findet LINKE-Ratsherr Niels Holger Schmidt. Man dürfe Menschen, die nicht mobil sind, nicht einfach vom Zugang zu Geld und ihrem Konto abschneiden. Die Sozialisten haben daher im Rat eine Anfrage an den Oberbürgermeister gestellt. Darin fragen sie, welche Summen die Sparkasse durch die Standortschließungen einsparen will und welche Alternativen geprüft wurden. Aus Sicht der LINKEN wäre etwa der Einsatz fahrbarer Filialen eine Möglichkeit, Stadtteile, in denen es keinen Sparkassen-Standort mehr gibt, regelmäßig mit Dienstleistungen und Geld zu versorgen. „Der Einsatz solcher Kleinbusse mit einsprechendem Sonderaufbau und Ausstattung ist keineswegs exotisch“, betont Schmidt und verweist auf andere Sparkassen, etwa die Kölner, die solche Fahrzeuge einsetzen, um Gebiete ohne feste Filiale abzudecken. Die fahrbaren Filialen sind je mit einem Sparkassen-Angestellten besetzt, die dann für Ein- und Auszahlungen bereit stehen oder auch Schecks oder Überweisungen entgegen nehmen. Ferner können die Kunden auch Kontoauszüge ausdrucken und sich an einem Geldautomaten mit Barem versorgen. „Das wäre nicht nur eine Alternative für die vier Standorte auf der Abschussliste, sondern auch für andere Stadtteile wie die Welheimer Mark oder Feldhausen“, so Schmidt.

Überrascht zeigt sich DIE LINKE über das Vorgehen der Sparkasse. „Im Frühjahr 2015 hieß es noch, die wirtschaftliche Lage sei gut, aber in den nächsten fünf bis zehn Jahren müsse das Filialnetz verkleinert werden. Ein gutes halbes Jahr später steht mehr als ein Drittel der Niederlassungen vor dem aus. Da fragte man sich: Welche krisenhaften Ereignisse sind über die Sparkasse hereingebrochen“, so Schmidt. Deshalb will DIE LINKE vom OB auch wissen, seit wann er als Verwaltungsratschef der Sparkasse von den Plänen weiß und wie er sich dazu gestellt hat.
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