Unsere Medien und die Wahrheit

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Der Begriff „Lügenpresse“ mag übertrieben sein, aber Medien ohne Glaubwürdigkeit tragen selbst dazu bei, dass ihr eigener Niedergang weiter fortschreitet, und das nicht erst seit dem Internet. Ein besonders markantes Beispiel ist das Interview des Mannheimer Morgen vom 30.01.2016 mit Frauke Petry, der AfD Chefin. Obwohl inhaltlich die Fakten was anderes sagen übernahmen alle bekannten Medien geschlossen und wie abgesprochen als Schlagzeile trotzdem das Wort „Schiessbefehl“ und sogar die Nachrichten des ÖR Rundfunks griffen die Nachricht in der gleichen Weise auf:

http://www.heute.de/afd-chefin-petry-an-grenze-not...

Und alle waren empört, äusserten Zweifel an der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ der AfD und der Grünen Politiker Kretschmann fand die Aussagen des Interviews gar „widerwärtig“. Als der grüne OB Palmer ebenfalls Waffen an der Grenze forderte blieb hier die Schelte in den Medien komplett aus. Dürfen Grüne das? Obwohl später die Wahrheit bekannt wurde gab es weder Klarstellungen noch Entschuldigungen. Schliesslich ist Wahlkampf und da passte diese Nachricht ganz gut.

Viel klarer dagegen das Statement von Medien-Kollegen, nämlich die vom Journalisten Verband (DJV). Sie erkannten am 04.02. auf ihrer Webseite, hier wird Frauke Petry medial geschlachtet. Ihr eindeutiges Resümee: „ Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun“. Sie kritisierten nicht nur die Art und Weise dieses Interviews sondern sprechen eindeutig von Hetze! Parallel dazu wird dieses Interview wegen einer Beschwerde ein Fall für den Presserat (unsere Medienwächter). Hier die ehrliche Meinung des DJV:

http://djv-bb.de/frauke-petry-und-der-angebliche-s...

Der konservative Journalist Herles (früher mal ZDF) geht mit seiner ganzen Branche hart ins Gericht, nennt beispielsweise ZDF-Nachrichten über Auftritte von Kanzlerin Angela Merkel »Parteitagsinszenierungen« und »Hofberichterstattung«. Journalisten stellen sich aus seiner Sicht heute Politikern »zur Verfügung«, sind »kritiklos« und haben keine kritische Distanz zu denen, über die sie berichten. Mehr noch: Sie »verdichten, verkürzen, verfälschen«.

Ich halte es wie der DJV: Journalisten dürfen nicht Handlanger von Politikern oder anderen Interessensgruppen sein. Ihre Aufgabe ist Information, nicht Manipulation. Sie selbst lieferten mit dieser Aktion den Beweis für ihre Gleichschaltung. Was ist das für ein Selbstverständnis von Journalismus?

Übrigens: „Die Massenmedien unserer Zeit bieten dem aufmerksamen Beobachter immerhin eine Chance, die Lüge von gestern mit der Lüge von heute vergleichen zu können“ (Verfasser nicht bekannt).
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