Apothekerskandal: Beratungsangebot für Patienten und Angehörige

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Letife Timar, Andrea Multmeier, Anne Grüter, Christian Moormann, Jürgen Heckmann und Dr. Christian Marga informierten über das neue Beratungsangebot. (Foto: Michael Kaprol)
Mittwoch, 17. Januar,  startet die Krebsberatungsstelle in Bottrop mit einem neuen Angebot für Krebskranke und deren Angehörige, die vom Apothekerskandal betroffen sind.

"Ein ganzes Jahr liegt hinter uns", sagt Andrea Multmeier, Paritätische in Bottrop. "Eine Krebsberatungsstelle wurde bereits im letzten Jahr eingerichtet. Eine Telefonhotline wurde, kurz nach dem der Skandal bekannt wurde, eröffnet." Bei der letzten Ratssitzung wurde beschlossen, eine Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige einzurichten. Die ist zunächst einmal auf ein Jahr begrenzt. "Es geht darum, eine Anlaufstelle einzurichten, bei der sich Angehörige und Betroffene Luft machen und ihren Dampf ablassen können.
"Die Situation ist psychisch sehr belastend, es braucht mehr als ein Telefonat, um das für die Betroffenen und Angehörigen in den Griff zu bekommen", sagt der Leiter des Bottroper Gesundheitsamtes Dr. Christian Marga. "Wir haben ein Konzept entwickelt, um den Betroffenenn für ihre ganz persönliche Situation ein Angebot machen zu können", so Anne Grüter. "Viele fragen sich jetzt, was wäre passiert, wenn ... - das ganze setzt den Menschen schwer zu. Deshalb bieten wir auch Einzelgespräche an, um ganz individuell helfen zu können." Wie schwierig es für Krebskranke ist, schnell einen Termin für eine psychologische Betreuung zu bekommen, weiß Jürgen Heckmann: "Da höre ich oft nur: 'Wenn ich tot bin, brauche ich keinen Termin mehr'. Unglaube und Wut sind häufige Reaktionen."
Einmal im Monat wird es außerdem einen Newsletter geben. Worüber informiert wird, das wird mit den Teilnehmern der Gruppen besprochen. Wer diesen Newsletter bekommen möchte, kann sich per Mail melden, auf der Homepage schauen oder in per Post bekommen.
Das Angebot ist kostenfrei. Die Teilnehmer können anonym bleiben.

  • Die Termine findet jeweils ab 16 Uhr in den Räumen des Paritätischen an der Gerichtsstraße 3 statt. 
  • Ab 18 Uhr gibt es die Möglichkeit für Einzelgespräche. Um Wartezeiten zu vermeiden, sollte unter der Rufnummer 230 19 vorher ein Termin ausgemacht werden. 
  • Nur das erste Treffen am 17. Januar, richtet sich gleichzeitig an Patienten und Angehörige. 
  • Danach sind an den Mittwochnachmittagen ab 16 Uhr in den geraden Kalenderwochen (24. Januar, 7. Februar, 21. Februar, 7. März, 21. März, 4. April, 18. April) die Beratungsangebote für Patienten, 
  • in den ungeraden Kalenderwochen (31. Januar, 14. Februar, 28. Februar, 14. März, 28. März, 11. April, 25. April) die Beratungsangebote für Angehörige 
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