„Krebs“ ist das Thema bei „Bottrop informier dich!“ am 17. September

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„Die Diagnose Krebs ist, als würde man eine Tür vor den Kopf bekommen.“ Die Onkologin Carla Hanning musste diese Mitteilung schon oft machen. Doch sie weiß auch, dass Krebs kein Todesurteil sein muss. Am kommenden Donnerstag ist die Medizinerin einer der Podiumsgäste bei der dritten Auflage des Gesundheitstalks „Bottrop informier dich!“

„Kampf dem Krebs - Über Vorsorge und Heilungschancen“ heißt am 17. September ab 19 Uhr das Thema in der Alten Börse an der Kirchhellener Straße. Der Eintritt ist wie immer frei.

„Krebs geht uns alle an“, sagt Apotheker Peter Stadtmann, der „Bottrop informier dich!“ ins Leben gerufen hat. „Wir können uns diesem Thema nicht verschließen.“ Welche Vorsorgemöglichkeiten gibt es? Welche Therapien? Wer unterstützt mich? Diese und andere Fragen sollen am 17. September beantwortet werden.

Neben der Ärztin Carla Hannig und Peter Stadtmann werden bei „Bottrop informier dich!“ Annette Gertdenken, Christiane Wienforth und Anne Grüter auf dem Podium sitzen. Annette Gertdenken musste im Dezember 2012 die Diagnose Brustkrebs verdauen. Heute arbeitet sie als Yogalehrerin und Entspannungspädagogin am Marienhospital mit Patientinnen mit oder nach einer Krebserkrankung . „Ich habe während meiner gesamten Chemotherapie mehrmals in der Woche Yoga unterrichtet“, sagt die 48-Jährige „Yoga hat eine positive Wirkung auf meine Energie, meine Beweglichkeit, ich hatte weniger Übelkeit und meine positive Einstellung zum Gesundwerden wurde verstärkt.“

Auch Christiane Wienforth will als Betroffene berichten und anderen Mut machen. Sie war erst 31 Jahre alt, als sie im Jahr 2006 erfuhr, dass sie an Eierstockkrebs leidet. „Die Ärzte haben mir wenig Chancen gegeben“, sagt sie. Sie macht deutlich, dass ihre positive Einstellung beim Umgang mit der Krankheit ihr sehr geholfen habe: „Das Wichtigste ist, dass man sich nicht Zuhause vergräbt. Die Krankheit darf nicht das Leben bestimmen.“

Auch Carla Hannig ist davon überzeugt, dass Krebspatienten viel dazu beitragen können, ihr Wohlbefinden zu steigern: „Menschen, die zum Beispiel neben der Chemo Sport machen, sind fitter“, sagt sie. Ihr ist wichtig, dass alle die Vorsorgemöglichkeiten nutzen, denn: „Krebs ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Ich glaube, dass Krebs noch immer zu den verborgenen Krankheiten zählt, obwohl es nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Dignose ist.“

Anne Grüter ist Leiterin der Krebsberatungsstelle Gelsenkirchen. In Kürze wird diese Beratungsstelle auch ein Büro in Bottrop eröffnen. „Was wir anbieten, ist psychosoziale Beratung“, erklärt sie. Und die ist für viele Patienten neben der medizinischen Versorgung sehr wichtig. Wo bekomme ich Hilfe? Wie erkläre ich die Krankheit meinen Kindern? Gibt es finanzielle Unterstützung? „Krebskranke Menschen sind nicht häufiger psychisch krank als der Rest der Bevölkerung“, weiß Anne Grüter, „aber sie haben sehr große Probleme zu bewältigen.“
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