Sparkasse Bottrop: Trotz Niedrigzins, Digitalisierung und Reguliernsflut gut aufgestellt

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Über das neue Kundenservicecenter freuen sich Burkhard Klanten (l.), Thomas Schmidt (M.) und Patrick Hötten (r.), Leiter des Servicecenters. (Foto: Kappi)

"Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt", sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Thomas Schmidt. Niedrigzins, Digitalisierung und Regulierungsflut waren auch 2016 Schwerpunktthemen.

"Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen faktisch abgeschafft", so Schmidt. "Die Sparer werden bestraft, das ist eine schleichende Enteignung. Es wird noch zwei, drei Jahre dauern, bis die Zinsen wieder steigen." Trotz des schwierigen Zinsumfeldes konnte der Bestand der bilanzwirksamen Kundeneinlagen um 18 Millionen Euro auf 850 Millionen Euro ausgebaut werden. Der Fokus dieser Kundeneinlagen liegt weiterhin auf kurzen Laufzeiten. "Zu Jahresbeginn 2016 kam es zu erheblichen Turbulenzen an den internationalen Börsen aufgrund der Befürchtung eines starken Konjunkturabschwungs in China und anderen rohstoffexportierenden Schwellenländern. Ende Juni löste das EU-Austrittsvotum Großbritanniens, der „Brexit“, einen kurzfristigen Einbruch an den europäischen Börsen aus“, so Thomas Schmidt weiter.
Wer trotz der niedrigen Zinsen Einträge erzielen will, sollte andere Anlageformen wählen: "Man darf nicht alle Eier in einen Korb legen, wir empfehlen eine strukturierte Vermögensanlage, zu der auch die Beimischung von Aktien und Immobilen gehört", so Vorstandsmitglied Burkhard Klanten.
Das Kreditgeschäft der Sparkasse Bottrop entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zufriedenstellend. Insgesamt stieg das Kreditvolumen um 1,27 Prozent auf 880 Millionen Euro. Ein wichtiges Standbein war die Nachfrage nach Immobiliendarlehen.

Fast die Hälfte der Konten der Sparkasse Bottrop werden online geführt. "Damit sind enorme Vorteile verbunden", sagt Burkhard Klanten und führt aus: "Wer seine Geldgeschäfte per PC, Tablet oder Smartphone erledigt, kann auch die neue Bezahlfunktion Kwitt nutzen. Kleinstbeträge bis 30 Euro können damit ohne Eingabe einer TAN bequem von Handy zu Handy gezahlt werden. Dafür braucht man nur die Sparkassen-App und die Handynummer des Empfängers."
Ebenfalls neu in der Sparkassen-App ist die Fotoüberweisung: Statt die Daten von einer Rechnung abzutippen, können Nutzer die Rechnung mit dem Smartphone einfach abfotografieren. Die Daten werden sofort in den Auftrag im mobilen Banking übernommen.
"Wer im Internet einkauft, hat früher über paypal bezahlt. heute gibt es paydirekt, ein Online-Bezahlverfahren, das von der gesamten deutschen Kreditwirtschaft unterstützt wird", sagt Schmidt. "Paydirekt ist ein sichereres Verfahren als paypal, da hier keine Daten an Dritte weitergegeben werden."
Etabliert hat sich das neue Kunden-Service-Center: "Das ist kein Call-Center", so Schmidt. "Hier helfen gut ausgebildete Bankkaufleute dem Kunden montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr qualifiziert weiter." Seit dem letzten Jahr ist die Hauptstelle der Sparkasse auch samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. "Zuerst gab es Anlaufschwierigkeiten, aber inzwischen wird das sehr gut genutzt", sagt Schmidt.
Ein Spendenvolumen von über 600.000 Euro floss 2016 in rund 300 sportliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aktivitäten. Hierzu zählte neben der Oper "Der fliegende Holländer" auf der Halde Haniel auch die Gospelnacht oder das Festival Orgel plus.
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