Wenn Essen krank macht - Gesundheitstalk am Donnerstag in der Alten Börse

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Wo ist die Grenze zwischen sehr schlank und magersüchtig? Wann sind es keine harmlosen Rettungsringe mehr, sondern krankhafte Fettleibigkeit? Beim nächsten Gesundheitstalk „Bottrop informier Dich“ in der Alten Börse am kommenden Donnerstag dreht sich alles um das Thema „Essstörungen“. (Foto: Michael Kaprol)
 

„Eine Essstörung beginnt bereits dann, wenn jemand dauernd eine Diät macht“, sagt Nadine Ladwein. Die Ökotrophologin gehört zu den Podiumsgästen, die am kommenden Donnerstag in der Alten Börse beim Gesundheitstalk „Bottrop informier Dich“ über das Thema „Essstörungen“ diskutieren werden.

Mit diesem Thema wird die erfolgreich im vergangenen Jahr gestartete Reihe mit Informationsveranstaltungen fortgesetzt. Ideengeber Peter Stadtmann, Inhaber der Alten Apotheke, will damit den Bottropern die Möglichkeit geben, sich im „Gesundheits-Dschungel“ leichter und umfassend informieren zu können. Das Thema „Essstörungen“ beschäftige viele Menschen, ist er überzeugt, auch wenn niemand gerne offen darüber spreche: „Das erlebe ich in meiner täglichen Praxis.“
Am kommenden Donnerstag hingegen sind offene Worte garantiert. Neben Nadine Ladwein und Peter Stadtmann sitzen dann Dr. Ursula Tirier, Rita Eberl und Frank Schwarz auf dem Podium und stellen sich den Fragen von REL-Moderator Lennart Hemme.

Dr. Ursula Tirier ist Psychotherapeutin und betreut in ihrer Praxis zahlreichePatienten mit Essstörungen. Ob es sich dabei um zuviel oder um zuwenig auf den Rippen handelt ist nicht entscheiden. „Wichtg ist, ob jemand Suchtverhalten zeigt“, erklärt die Medizinerin. Den einen einzigen Auslöser für eine Essstörung gebe es nicht, ist sie überzeugt: „Es sind immer viele Aspekte, die zu einer Störung führen.“ An die Eltern appelliert sie aufmerksam zu sein und im Zweifelsfalle einen Arzt zu Rate zu ziehen. „Je eher eingeschritten wird, desto besser.“

„Essstörungen sind ein Teufelskreis“, sagt die Ökotrophologin Nadine Ladwein. „Eine Therapie muss die Frage stellen: Warum mache ich das überhaupt? Wie kann ich aus diesem Verhalten ausbrechen?“ Eine Essstörung sei die schwierigste Störung überhaupt: „Wir müssen uns ja jeden Tag mit diesem Thema auseinander setzen.“

Rita Eberl und Frank Schwarz sind beide von einer Essstörung betroffen, seit vielen Jahren schleppen sie deutlich zu viele Kilos mit sich herum. Rita Eberl wog in ihren schlimmsten Zeiten bei einer Größe von 1,76 Metern 177 Kilo. „Bei mir ging es mit elf Jahren los“, erzählt sie. Erst eine Verhaltenstherapie habe ihr geholfen. „Dabei sind viele Tränen geflossen“, beschreibt die 48-Jährige die damalige Zeit. Die ersten 30 Kilo hat sie schließlich durch eine Ernährungsumstellung abgenommen. Vor fünf Jahren hat sich Rita Eberl dann operativ den Magen verkleinern lassen. „Das ist nicht so dass man sich einfach unters Messer legt und dann weitermachen kann wie bisher“, erklärt Nadine Ladwein. „Danach ändert sich das ganze Leben.“

Das Leben hat sich auch für Frank Schwarz geändert. Der 47-Jährige brachte bei einer Größe von 1,88 Metern fast 190 Kilo auf die Waage. Dann „stolperte“ er über ein Angebot, das Therapie, Ernährungsberatung und Sport kombiniert - und legte den „Schalter im Kopf“ um. Über 76 Kilo sind weg. Er isst jetzt anders, aber wenn er Lust darauf hat, gibt es auch mal Bratkartoffeln. „Aber eine kleine Portion.“ Der Sport gehört inzwischen einfach dazu. „Wenn ich ein paar Tage nicht laufen war, fehlt mit etwas.“

INFO

Der nächste Gesundheitstalk „Bottrop informier Dich“ findet am Donnerstag, 21. Januar, in der Alten Börse, Kirchhellener Str. 10, statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Diesmal heißt das Thema „Wenn Essen krank macht - Wie ich mit Essstörungen umgehen kann“.

REL-Moderator Lennart Hemme führt durch den Abend, Eintritt frei.
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1 Kommentar
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Yvonne Beate Küffner aus Bottrop | 18.01.2016 | 16:48  
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