Wohnangebot für Menschen mit demenzieller Veränderung - Grundstein ist gelegt

Anzeige

Der Grundstein zum ersten alternativen Wohnangebot für Menschen mit demenzieller Veränderung wurde jetzt gelegt. In unmittelbarer Nähe zum Hans-Reitze-Haus, an der Sandbahn, entsteht ein Wohnangebot für 24 Menschen, die in zwei Wohngemeinschaften zu je 12 Menschen leben werden.

Zu den zwei Geschossen mit den Wohngruppen gibt es noch ein drittes Geschoss für sechs barrierefreie Wohnungen zwischen 55 und 68 qm. Unter dem Label „Lebensräume im Quartier“ schafft die Diakonie eine Wohn- und Lebensalternative für Menschen mit vorwiegend demenziellen Veränderungen, die neben einer notwendigen Versorgungssicherheit vor allem die Erhaltung der individuellen Lebensqualität zum Ziel hat.

Die Versorgungssicherheit wird über eine 24-Stunden-Betreuung mit qualifiziertem Personal in den Wohngemeinschaften gewährleistet.
Alle weiteren Angebote zur Pflege und Betreuung können die Mieter frei über einen ambulanten Pflegedienst wählen. Die Kosten für den Wohngruppenplatz werden in etwa den Kosten eines Seniorenheimplatzes entsprechen.

Zukünftige Mieter sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So muss zum Beispiel eine Demenzdiagnose mit leichter bis mittelschwerer Ausprägung festgestellt sein. Ebenso sollte eine Pflegestufe vorhanden sein. Um unter der Anleitung der Fachkräfte den gemeinsamen Alltag aktiv zu gestalten, sollten die Mieter noch über eine ausreichende Beweglichkeit verfügen. Vor dem Einzug wird zudem eine pflegefachliche Stellungnahme erhoben, ob der Mieter in die vorhandene Gruppe passt.
Diese Voraussetzungen sind für eine aktive und individuelle Lebensraumgestaltung wichtig. Regelmäßige Mieterversammlungen entscheiden dann über das alltägliche Leben und Wohnen in der Wohngemeinschaft. „Mit den beiden ersten Wohngruppen für Menschen mit demenzieller Veränderung in Bottrop ergänzen wir das Angebot zur Versorgung von pflegebedürftigen Menschen und schließen eine Versorgungslücke“, so Karl-Heinz Kinne, Vorstand des Diakonischen Werkes.

Das Gebäude umfasst insgesamt 1.600 qm. Die Bewohner in den Wohngemeinschaften haben ein eigenes Zimmer mit einem barrierefreien Bad. Zusätzlich verfügen die Wohngemeinschaften über großzügige Gemeinschaftswohn-, Koch- und Essbereiche sowie Terrasse oder Balkone, in denen Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden können. Insgesamt stehen jedem Bewohner so umgerechnet 50 qm zur Verfügung. Für den Bau ist ein Investitionsvolumen von drei Millionen Euro veranschlagt. Die Fertigstellung wird für Mai 2017 erwartet. An der Sandbahn soll eine neue Wohnanlage entstehen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
2.832
Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 30.06.2016 | 14:15  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.