World Usability Day an der Hochschule Ruhr West: Empathie teilen

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Bibo und Tiffy heißen die blauen Dash-Lernroboter, Butler der schwarze MiP-Balancier-Roboter. Sie alle sind auf Kinder abgestimmt und beherrschen einige Tricks. (Foto: Michael Kaprol)
Bottrop: Innenstadt |

Die Hochschule Ruhr West war zum ersten Mal Gastgeberin des World Usability Days. „Positive Computing“ war das Motto des Zukunftskongresses. In zahlreichen Vorträgen konnten Studenten ebenso wie der ganz normale Bottroper erfahren, ab wann Autos ganz alleine fahren können (zehn Jahre soll das noch dauern) oder wie mit Smart Home das Leben im Jahr 2030 aussehen wird.

„Bitte gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen“, behauptet Bibo. Aber der Dash-Lernroboter, der mit seinen Kollegen Tiffy und Butler, ein MiP-Balancier-Roboter, über den Boden fährt, hat gelogen. In den Räumen der Hochschule Ruhr West gibt es einiges zu entdecken.

Lea Meyer zu Wendisschoff hat ein EEG-Messgerät auf dem Kopf. „Damit kann man zum Beispiel Aufmerksamkeit messen“, erklärt die Mensch-Technik-Interaktion-Studentin aus dem 3. Semester. „Vielleicht funktioniert es auch irgendwann, darüber Fahrzeuge zu lenken.“

Die Roboter, die hier über den Boden fahren und per iPad oder mit Handbewegungen gesteuert werden, „sollen dazu beitragen, dass ich mich wohl fühle, Spaß erlebe und meine Potentiale entdecke - alle sind auf Kinder abgestimmt“, so Lea. „Wir gucken zum Beispiel, wie diese Roboter - über Farben zum Beispiel - Emotionen auslösen können.“
Geht man ein Zimmer weiter, sieht man drei große Monitore und davor einen Fahrsimulator. „Hier gucken wir, welche Display-Position für den Fahrer die richtige ist und messen, wie ein solches Gerät aufgebaut sein muss, damit es den Fahrer am wenigsten ablenkt“, erklärt Prof. Dr. Stefan Geisler.

Jung und Alt zusammenbringen


Alt und Jung zusammenzubringen ist ein Ziel des altbekannten Spiels „Mensch ärgere Dich nicht“. An der Hochschule Ruhr West sitzen sich aber nicht zwei Menschen direkt gegenüber: „Oft wohnen Großeltern und Enkelkinder weit auseinander. Mit unserem Spiel können wir sie so zusammenbringen, als säßen sie sich gegenüber“, erklärt Prof. Dr. Geisler.
Auf der Senioren-Seite steht ein Brett mit großen Mensch-ärgere-Dich-Figuren und einem riesigen Würfel. Davor eine Leinwand, auf der man das Gegenüber - wie bei einem normalen Spiel - sehen kann. „Das können auch Leute spielen, die mit der Technik nicht so vertraut sind“, so Geisler. „Darüber kann man auch Empathie teilen, alles funktioniert wie bei einem ganz normalen Brettspiel.“
Für den Normalbürger ist dieses Spiel aber - Preis ab 7000 Euro - noch nicht bezahlbar. Ein Prototyp für ein Seniorenheim wird aber bereits in Erwägung gezogen.
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