Eine Seuche geht um

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Man muss sich heutzutage nur ein wenig in der Welt umschauen, damit es einem alten Rechtschreib-Fanatiker regelmäßig die Fußnägel hochrollt. Wenn Ihnen bei „Uschi’s Haarstudio“, „Marco’s Frittenbude“ oder „Oma’s Rezept“ nichts auffällt, sind Sie bereits infiziert.

Gemeint ist die sogenannte „Apostrophitis“. Jenes Phänomen, das Apostrophe völlig sinnfrei an Stellen auftauchen lässt, wo sie schlichtweg nicht hingehören. Und das Grauen nimmt kein Ende. Auch Werbeagenturen sind schon auf den Zug aufgesprungen und texten: „Stefan’s Mobilfunkanbieter“. Auf einer entsprechenden Internetseite findet sich ein Sammelsurium weiterer schauriger Beispiele wie mittwoch’s, Fan’s oder Info’s. Auch „Auto’s“ sind schon gesichtet worden. Oktoberfestbesucher gehen auf die Wiesn und nicht auf die „Wies’n“.

„Der Erich würde sich im Grab umdrehen“, raunte uns mein damaliger Deutschlehrer an, nachdem er irgendwo „Erich Kästner’s Café“ gelesen hatte. „Wehe, ihr schreibt so!“ Die Drohung hat gesessen. Dafür gibt’s ja andere Fehler, die man, Konrad Duden sei Dank, machen „darf“.
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