Judiths Bond-Auto

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Mein kleines rotes Auto und ich gehören zu den armen Schweinen, die jeden Tag reichlich Autobahn-Kilometer hinter sich bringen müssen. In letzter Zeit fällt mir dabei verstärkt ein neues Phänomen auf: Das Formel-1-Syndrom greift um sich. Passender wäre allerdings der Begriff „A...-Syndrom“.

Immer öfter überholen mich irgendwelche Hanseln (um Ihnen jetzt gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich zockel nicht mit knapp 80 Stundenkilometern dahin!) und schaffen es dabei, dass die rechten Reifen ihrer Karre mindestens zur Hälfte auf meiner Spur sind. Ich warte immer darauf, dass sich mit einem Knall mein Außenspiegel verabschiedet. Beim Einscheren ist ungefähr soviel Platz zwischen dem Überholer und meinem linken Kotflügel, dass höchsten zwei Finger dazwischen passen würden.

Ich kriege jedesmal die Wut und wünsche mir, dass ich ein Judith Bond Auto mit Sonderausstattung hätte. Müssen ja nicht gleich Messer sein, die die Reifen aufschlitzen. Aber einen Fuß, der ausfährt und dem Blödmann neben mir eine schöne Delle in die Beifahrertür tritt, fände ich gut. Oder lange Metallkrallen, die den heiligen Lack zerkratzen. Um diesen Idioten danach den Stinkefinger zu zeigen brauche ich keine Hilfe. Das beherrsche ich perfekt.
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Hans Peter Schulzke aus Bottrop | 08.01.2015 | 19:48  
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