Oh du fröhliche…

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Schnee und festliche Stimmung in der Adventszeit, doch meistens kommt es anders als geplant.
Das Weihnachtsgeschäft hat bereits im August begonnen: Gerade aus dem Sommerurlaub Zuhause und man konnte schon die ersten Weihnachtsplätzchen kaufen.
Nach gefühlter 3 monatiger Vorweihnachtszeit kann man die ganzen Weihnachtsartikel langsam nicht mehr sehen. Dann öffnet ein Weihnachtsmarkt nach dem Nächsten und man kommt, ob man will oder nicht, doch an der einen oder anderen Weihnachtsbude vorbei. Dort riecht es nach Glühwein, gebrannten Mandeln, frischen Waffeln, Plätzchen oder Bratwurst. Insgeheim will doch wieder Vorfreude hochkommen, lässt sich aber noch gut verdrängen.
Dann fällt einem Zuhause der Weihnachtskarton in die Hand, die Kinder wedeln mit den Wunschzetteln und das traditionelle Plätzchen backen vor dem ersten Advent steht an.
Weihnachtslieder beim backen, Glühweinnasen und Adventskalender: Jetzt sind wir endgültig in ordnungsgemäßer Weihnachtsstimmung!

Die Adventszeit stellt man sich vor als gemütliche und besinnliche Zeit.
Dieses Jahr will man dem Stress entgehen, man hat gut geplant und vorgearbeitet: keinen Stress mit Geschenken oder Dekorationen und genug Zeit zum Plätzchen backen und über den Weihnachtsmarkt bummeln. Man kann sich seiner festlichen Stimmung voll und ganz hingeben.
Getrübt wird diese Stimmung allerdings in den nächsten Tagen: Leere, stehen gelassene Bierflaschen in der Sparkasse am frühen Morgen, 15 Minuten nach Ladenöffnung ist das letzte ausstehende, lang ersehnte und fest eingeplante Weihnachtsgeschenk aus dem Angebot schon ausverkauft und nach der Schule wedeln die Kinder nicht mit dem Wunschzettel, sondern mit einem Aufklärungszettel über Parasiten, aufgrund eines aktuellen Falls in der Klasse.

Den Kindern fällt es mit jedem weiterem Tag im Dezember schwerer einzuschlafen, die Aufregung und die Freude auf Weihnachten ist doch zu groß. Schlafen sie endlich zufrieden, nach 3 vorgelesenen Büchern, viel Geduld und ganz viel kuscheligem Schmusen, drehen die Nachbarn, um kurz vor 23 Uhr die Musik auf: „Ist doch Wochenende!“
Die Polizei ist um die Uhrzeit noch nicht zuständig für Ruhestörung, man wird ans Ordnungsamt verwiesen. Beim Ordnungsamt ist aber laut Abwesenheitsnachricht keiner mehr im Dienst.
Am nächsten Morgen, kurz nachdem man selbst endlich in den Schlaf gefunden hat, klingelt der Postbote um kurz vor 8 Uhr wie verrückt an der Tür: Er hat nur Post für den Nachbarn, der macht nicht auf…

Ganz nach Plan funktioniert es dann wohl doch nicht. Mal sehen, was der „Weihnachtschaos-Kalender“ dieses Jahr noch so für uns an Herausforderungen bereit hält…
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2 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 06.12.2017 | 21:29  
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Stefanie Vollenberg aus Bottrop | 07.12.2017 | 19:42  
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