Panische Angst im Badezimmer

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... (Foto: www.oldskoolman.de)
Die Finger nähern sich nur langsam dem kleinen Schalter am Radio.

Leicht zitternd stößt der Zeigefinger vor und betätigt den Knopf.

Ein Rauschen ertönt. Dann eine weibliche Stimme, die hektisch irgendwas von Kosmetik erzählt.

Puh, erstmal durchatmen! Sie spielen gerade einen Werbeblock ein. Der Puls wird langsamer. Gerade nochmal gut gegangen! Zumindest vorerst.

Wenigstens lassen sich die folgenden Minuten morgens im Badezimmer schon jetzt geniessen ohne den Sender wechseln zu müssen. Das Timing scheint zu stimmen um just in diesem Moment nicht von diesem unsäglichen, Ohrenkrebs erzeugenden X-Mas Evergreen gequält zu werden, der sich über die Jahrzehnte hartnäckiger hält als jeder Fußpilz.

Den Pilz kann man mit Salbe behandeln, doch was tut man gegen „Last Christmas“ von Wham!, beziehungsweise George Michael, dessen Vermächtnis es wohl war, einen Song als Synonym für musikalische Grausamkeit auf die Welt loszulassen, die er so sehr zu hassen scheint.

Man könnte es mit der Peter Lustig-Methode „einfach abschalten“ probieren und sich selbst seiner Freiheit beschränken. Doch damit hätte der Songschreiber ja gewonnen. Oder man singt trotzig laut mit und riskiert ebenso wahnsinnig zu werden.

Bis dato sind wir ja zum Glück einigermaßen verschont geblieben. Der erste Wunsch wurde erhört.
In diesem Sinne auch weiterhin schöne und vor allem „ruhige“ Feiertage uns allen!!!
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1 Kommentar
Uwe Rath aus Gladbeck | 24.12.2015 | 13:05  
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