Zettel an der Stirn

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Die Kollegin ist urlaubsreif und kann sich deshalb selbst nicht leiden. Denn proportional zum „Ausgelutscht-Gefühl“ steigt ihre Vergesslichkeit. Das sage nicht ich, das behauptet sie selber. Muss also wohl etwas dran sein.

In den letzten Tagen lässt sich auch ein Beleg finden. So ist zum Beispiel bei ihr am Samstag immer Waschtag. Diesmal allerdings nicht - schlichtweg verpennt. Zum Glück müffeln die Socken noch nicht. Beim Gang zum Einkaufen fehlt nachher die Hälfte in der Tasche. Jetzt kleben hier überall kleine bunte Erinnerungszettel.

Wenn Ihnen also in den nächsten Tagen eine etwas verstört wirkende Dame mit gelbem Zettel an der Stirn beim Bäcker begegnet, nicht wundern. Einfach der Verkäuferin die Bestellung vorlesen. Den Weg zurück findet die Kollegin noch allein.
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Stephan Schumann aus Dortmund-City | 18.03.2015 | 18:12  
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