3. Kampftag der Frauen Judo-Bundesliga Nord: Ein „déjà-vu“

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Am Samstag, 20. Mai, fand in Bottrop für die Piratinnen des JC 66 der dritte Kampftag der Judo-Bundesliga-Nord statt. Nach einem Remis gegen Mönchengladbach und einem klaren Sieg gegen Vorsfelde, holten die Piratinnen wie vor genau einem Jahr gegen Stella Bevergern einen souveränen 11:3-Sieg.
Wenn der JC 66 Bottrop mit vollem Kader antritt, ist er normalerweise nur gegen erstklassige Teams auszubremsen. Mit Stella Bevergern stand eine Mannschaft gegenüber, die durchaus zu besiegen sein sollte. Aber viele Ausfälle aus verschiedenen Gründen wie Studium, Einsätze mit der Nationalmannschaft, Verletzungen usw. haben im Vorfeld dafür gesorgt, den Kader zu schwächen. Drei Tage vor dem Kampftag läuteten beim JC 66 Bottrop die Alarmglocken. Trainer Wolfgang Amoussou sagte am Freitag dazu: „Wenn heute Abend beim Training noch etwas passiert, haben wir ein echtes Problem“. Doch auch der Gegner musste mit ein paar Niederschlägen auskommen. Im Endeffekt wurde die Ausgangssituation ausgeglichen.

Der erste Durchgang verlief mit einer 6:1-Führung fast reibungslos. Den stärksten Eindruck hinterließ der Neuzugang aus Belgien Gabriella Willems, als sie die Niederländerin Larissa Groenwold, U23-Europameisterin 2015 -78 Kg mit zwei Waza-Ari-Wertungen besiegte. Zwei Wochen vor der Begegnung hat Willems dem Team angeboten, ihr Glück -78 Kg gegen Groenwold zu versuchen, weil nicht klar war, wer gegen die Europameisterin antreten sollte. Teammanager Guido Materzok erzählte: „Gabi kämpft -70 Kg und sie macht kein Gewicht. In der Gewichtsklasse bis -78 Kg sind die Gegnerinnen meistens nochmal 8 Kg schwerer. Ich finde nicht nur stark wie Gabriella kämpft, auch ihre mentale Einstellung ist außergewöhnlich. Sie ist überhaupt nicht überheblich und sie scheut sich vor nichts. Das ist ein gutes Vorbild für unsere Teammitglieder: Wir haben keine Angst und wir denken nur an den Sieg.“

Durch die hohe Führung, erlaubte sich der JC 66 im zweiten Durchgang ein paar Wechsel, um unter anderem die erst 16-jährige Marie König in ihrem Bundesliga-Debüt starten zu lassen. Sie ließ nichts anbrennen und nach ca. einer halben Minute verließ sie siegreich die Matte und die Halle stand Kopf. Nach so einem guten Einstieg, darf man auf die Zukunft gespannt sein.

Der JC 66 Bottrop siegte am Ende wie letzte Saison gegen Stella Bevergern mit 11:3.

„Insgesamt hat das gesamte Team auf hohem Niveau gekämpft“, freute sich der Präsident Detlef Kaziur. „Schön war auch, dass die Zuschauer Spaß hatten. Viele Kinder wollten mit Augenklappe und Piraten-Kopftuch auf dem Gruppenfoto erscheinen: Das hatten wir sonst nicht in diesem Ausmaß. Wenn wir erfolgreich sind und es den Zuschauern gefällt, sind wir alle zufrieden“.

Am 24. Juni geht es in die nächste Runde beim Auswärtskampf gegen Witten, einem Topteam der Gruppen Nord. Sollten die Bottroperinnen wieder siegreich sein, sieht es mit dem Meistertitel der Gruppe Nord sehr gut aus.


Weitere Informationen zu Verein, den Ligen und dem Training finden Sie jederzeit unter www.jc66.de.
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