Jan Tefett - ein junges Talent des Judo-Club 66 Bottrop

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Jan Tefett (oben, mit Vereinskollege Hamsat Isaev) startet für den Judo-Club 66 Bottrop. (Foto: Michael Kaprol)
 
„Während des Kampfs höre ich nur die Stimme des Trainers und des Kampfrichters, ansonsten nichts.“ (Foto: Michael Kaprol)

Steht Jan Tefett auf der Tatami, tut er dies stets mit einer gehörigen Portion Motivation und jeder Menge Ehrgeiz. Denn geht es nach ihm, möchte er dann nur eines: Zeigen, was er kann.

Und dies ist dem jungen Judoka in den vergangenen Monaten des Öfteren gelungen. Insbesondere dann, wenn er für das Regionalligateam seines Heimatvereins, den Judo-Club 66 Bottrop, auf die Matte ging. Als Stammkämpfer verlor er in der letzten Saison dort nur ein einziges Duell, alle anderen Kämpfe entschied der 18-Jährige für sich. Aber auch als Einzelstarter in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm ließ er die Konkurrenz aufhorchen und erkämpfte sich beim Bundesranglistenturnier der U19 die Silbermedaille. „Ich gehe immer ziemlich motiviert in einen Kampf“, erklärt der Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums, „ich versuche vorher den Blickkontakt mit dem Gegner zu vermeiden und meine eigene Stärke zu zeigen.“ Erste eigene Erfahrungen im Judo sammelte Jan Tefett bereits im zarten Alter von fünf Jahren.

„Ich habe mich damals schon gerne mit anderen gekäbbelt“, erinnert er sich lachend an seine frühe Vorliebe für den Zweikampfsport. Und da Sportarten wie Karate oder Boxen aufgrund der höheren Verletzungsgefahr nicht in Frage kamen, schlugen seine Eltern ihm den sanften Weg vor. Genauer gesagt, die Sportart Judo, die eben dieses übersetzt bedeutet. Was damals noch mit einem Schnupperkurs begann, geht heute, zwölf Jahre später, mit einem leistungsorientierten Training einher.

Vom Schnupperkurs
zum Leistungssport

Acht Einheiten stehen für den gebürtigen Bottroper jede Woche auf dem Programm. Kraft, Kondition, Technik und Übungskämpfe, auch Randori genannt. „Im Judo ist man auf sich allein gestellt, es kommt nur darauf an, wie fit man selbst ist“, weiß der Youngster. Doch die Zweikampfsportart ist, wie wohl für alle Judoka, auch für Jan Tefett mehr als eine rein körperliche Ertüchtigung. „Es werden soziale Werte, wie Respekt und Fairness oder auch Disziplin vermittelt, die einem auch im Alltag weiterhelfen und dem Leben einen Sinn geben.“
Und diesen Sinn möchte der Gymnasiast auch an die ganz junge Generation vermitteln. So leitet er im Offenen Ganztagsbereich der Grundschule Ebel eine Judo-AG, die mittlerweile von 35 Kindern besucht wird. Neben dem Spaß an der Bewegung möchte Jan Tefett hier vor allem Werte lehren. „Die Kinder sollen lernen, ihre Wut im geregelten Rahmen raus zu lassen.“

Doch auch eigene, vor allem sportliche Ziele hat der angehende Abiturient natürlich vor Augen. So peilt er bei der Deutschen U20 Meisterschaft im kommenden Jahr eine vordere Platzierung an. Langfristig soll zudem der Sprung in das Bundesligateam des JC 66 Bottrop gelingen. Geht es nach seinem Trainer Sven Helbing hat er das Zeug dazu allemal: „Er hat Potential und befindet sich in Lauerstellung. Wir werden nun die Grundlagen legen und ihn an die etablierten Leute heranführen.“

Große Beachtung findet der 18-Jährige derweil auch beim Landestrainer, der ihn nun zu einem internationalen Trainingscamp im Januar eingeladen hat. Und dort darf Jan Tefett dann wieder eines: Zeigen, was er kann.
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