Judoadler lassen Gegner fliegen. Beim Westfalenturnier in Witten springen sieben Medaillen heraus. Georg Götz überzeugt mit Platz Fünf

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Insgesamt sechs Judoadler gingen am vergangenen Samstag am ersten Tag des Wittener Westfalenturniers an den Start. Dagmar Götz war bei den Frauen der U18 die einzige Adlerkämpferin. Mit einer glänzenden Leistung zog sie nach vier Siegen in das Finale der Gewichtsklasse -63 kg ein. Dort traf sie auf Desirée Haarmann vom Judo-Club Hagen, der Fünften der Westdeutschen Meisterschaft U18. Nach Ablauf der vollen Kampfzeit lag Dagmar mit Waza-ari hinten, was den Sieg für die Hagenerin bedeutete. „Ich habe im Finale einige kleine Fehler gemacht. Das hat mich letztlich die Goldmedaille gekostet“, bekannte sie nach den Kämpfen selbstkritisch.
Einen ganz starken Auftritt hatte dann Laurenz Talaga bei den Männern U18 (-50 kg). Der talentierte Nachwuchsathlet bezwang Kai Schulze-Frielinghaus vom SC Littetal souverän mit Yuko und landete damit ganz oben auf dem Treppchen.
Marvin Ronken (-55 kg) konnte ebenfalls überzeugen: Obwohl er sich in seinen beiden Begegnungen geschlagen geben musste, verdiente er sich das Lob von Trainer Ulrich Griesdorn: „Marvin hat wirklich super gekämpft, wenn man bedenkt, dass er erst seit zweieinhalb Jahren Judo macht. Wenn er fleißig weitertrainiert, kann er in den kommenden Jahren auf solchen Turnieren vorne mitmischen.“
Als nächstes gingen die Bottroper Männer auf die Matte. Jan Hangebrauck (-90 kg) machte den Anfang. Ungefährdet sicherte er sich mit drei Erfolgen den Poolsieg und damit den Einzug ins Halbfinale. Sein dortiger Gegner aus Paderborn war schon nach einer Minute mit seinen Kräften am Ende, so dass Jan ungefährdet nach der Hälfte der Kampfzeit gewann. Auch im Finale konnte er sich souverän durchsetzen.
Frederik Griesdorn sorgte für eine weitere Medaille. Er sicherte sich, eine Gewichtsklasse höher als sonst startend, -73 kg Bronze. In seinen sieben Begegnungen unterlag er lediglich Florian Dieck von der JG Ladbergen. Georg Götz (-81 kg) präsentierte sich trotz eines erheblichen Trainingsrückstandes in einer starken Form. Drei seiner fünf Begegnungen konnte er gewinnen, was am Ende Rang Fünf bedeutete. „Georg hat mich heute voll überzeugt. Nur in seinem zweiten Kampf gegen den späteren Zweiten Andre Thom war er etwas zu statisch.“, lobte Schwester und Betreuerin Dagmar Götz.
Am Sonntag fanden die Kämpfe der Jugend U15 und der Frauen statt. Bei den Mädchen U15 ging kein Judoadler an den Start. Einziger Junge war Niklas Pescher (-50 kg), der trotz tapferer Gegenwehr zweimal vorzeitig unterlag und somit in der Vorrunde ausschied.
Die Frauen waren hingegen durch Maureen Siegmann und Jana Neumann (beide Leichtgewicht), Jessica Grube (-63 kg), Nadine und Miriam Tacka (-70 bzw. 78 kg) stark vertreten. Die zwei „Flöhe“ machten ihre Sache gut und sicherten den Judoadlern Gold (Maureen) und Bronze (Jana). Eine Gewichtsklasse höher (-52 kg) erkämpfte Gianna Häußler von der TV Einigkeit Waltrop, in der Mannschaft für die Judoadler aktiv, Rang drei.
-63 kg startete mit Jessica Grube eine erfahrene Athletin. Nach zwei Blitzsiegen ging das Finale gegen Lisa Naeve verloren, so dass es am Ende zu Silber reichte. Nadine und Miriam Tacka erreichten mit guten Leistungen jeweils den fünften Platz. „Ich bin mit den Leistungen meiner Schützlinge insgesamt voll zufrieden. Alle haben ihr Bestes gegeben und im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Maximum erreicht“, konstatierte Trainer Harald Mantei nach dem Ende der Kämpfe.
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