Junge Talente: Saskia Wüst vom Judo-Club 66 Bottrop

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Saskia Wüst (re., mit Trainingspartnerin Agatha Schmidt) ist eines der jungen Nachwuchstalente des Judo-Club 66 Bottrop und hat noch große Ziele für die Zukunft. (Foto: Michael Kaprol)
 
„Gerechnet habe ich damit eigentlich nicht.“ Saskia Wüst über ihre Bronzemedaille bei der nationalen U21-Meisterschaft (Foto: Michael Kaprol)

Unter die ersten Sieben habe sie eigentlich kommen wollen. Damit wäre sie zufrieden gewesen. Doch manchmal kommt erstens alles anders und zweitens als man denkt.

So wohl auch bei Saskia Wüst. Der Schülerin, die zu den talentierten Nachwuchs-athleten des Judo-Club 66 Bottrop gehört. Rund drei Wochen ist es nun her, dass sie mit ihren Teamkameraden und JC-Trainer Sven Helbing zur Deutschen Einzelmeisterschaft der Altersklasse U21 nach Frankfurt/Oder reiste, in der Gewichtsklasse bis 57 kg antrat – und mit einem Erfolg aus Edelmetall im Gepäck wieder zurückkehrte.

„Damit hätte ich nicht gerechnet“, lächelt die 17-Jährige. Mit einer Urkunde in der Hand und der Bronzemedaille um den Hals hatte sich Saskia Wüst bei den nationalen Titelkämpfen in Brandenburg am Ende auf dem Siegerpodest wiedergefunden. Nicht nur zu ihrer eigenen Freude, sondern auch zur Zufriedenheit von Coach Helbing: „Es war sogar fast noch etwas mehr drin. Saskia hat in ihren vier gewonnenen Kämpfen sehr konzentriert und überlegt gearbeitet.

Sie hat ihre Techniken, vor allem am Boden, beeindruckend umgesetzt. Ein kleiner Fehler in der Verteidigung im Halbfinale gegen die spätere Meisterin verhinderte sogar noch eine bessere Platzierung.“ Seit nunmehr zehn Jahren steht die Nachwuchsathletin Woche für Woche, ja mittlerweile gar fast Tag für Tag auf der Tatami und geht ihrem Lieblingssport nach.

Angefangen hat für Saskia Wüst alles im zarten Alter von sieben Jahren. Ihre Mutter war damals Mitglied in einem Turnverein. „Sie wollte, dass ich sportlich irgendetwas mache. Dann ging es zunächst in eine Turngruppe“, erinnert sich die Schülerin. Doch schon bald folgte die erste Berührung mit dem sanften Weg, was Judo übersetzt bedeutet. Mittlerweile ist er für die Elftklässerin zum Leistungssport schlechthin geworden. Ein bis zwei Mal täglich stehen Trainingseinheiten auf dem Plan. Technik, Kraft, Ausdauer und Übungskämpfe sowie Wettbewerbe an den Wochenenden.

"Bei einer EM oder WM
zu kämpfen, wäre toll"

Ob da noch Raum für Freizeit bleibe? „Nicht so viel“, weiß Saskia Wüst, die dennoch großen Gefallen an dieser Zweikampfsportart gefunden hat, „das bringt mir auch etwas fürs Leben und es macht natürlich sehr viel Spaß.“ Gefallen haben derweil auch die Verantwortlichen des JC 66, dem die gebürtige Gladbeckerin seit rund drei Jahren angehört, gefunden. Bereits in der vergangenen Saison zählte sie zum Bundesligateam des Klubs und durfte sogar einen Kampf bestreiten. Zudem war sie eine der Stammkämpferinnen der JC-Oberligamannschaft, mit der im letzten Jahr der Aufstieg in die Regionalliga gelang.

Und an diese Erfolge möchte die junge Athletin auch in Zukunft anknüpfen. Zum Bundesligakader gehören und dort vielleicht den ein oder anderen Kampf machen, lauten die Ziele der ehrgeizigen 17-Jährigen, die trotz aller Bescheidenheit auch weiter nach oben schielt. „Mal bei einer EM oder WM zu kämpfen, das wäre toll.“ Und vielleicht kommt dort dann auch wieder mal alles anders als man denkt.


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