Kirchhellener Tischtennis vor dem Start

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Nach dem Abstieg: Verbandsliga
 
Aufstieg in die Kreisliga

Eigentlich müsste sich Bottrops höchstklassiger Tischtennisverein im Tal der Tränen befinden, denn sowohl die Oberligadamen als auch die Oberligaherren mussten das langjährige Kapitel Oberliga zuklappen. Während die Herren bis zum letzten Spieltag in der arg aufgerüsteten Oberliga um den möglichen Nichtabstieg kämpften und wohl nie abgestiegen wären, wenn nicht die Strukturreform im Bereich des Spitzensports auf Kosten der kleinen Vereine durchgesetzt worden wäre, standen die Damen, die lediglich als Nachrücker nach ihrem sportlichen Abstieg im Vorjahr noch ein Jahr Oberliga anhängten, von Beginn an auf verlorenem Posten. Ganz so traurig ist man in den Reihen des VfB aber doch nicht, denn die Personaldecke der Damen dünnt sich wie schon in den Jahren zuvor weiter aus, und die Herren treffen in der Verbandsliga auf alte Oberligabekannte, sodass weiterhin Spitzensport auf attraktivem Niveau garantiert wird. Heimspielstart ist am 28.9. gleich mit einem Derby gegen den TSSV! Dass sich insgesamt die Trauer im VfB-Lager in Grenzen hält, mag auch daran liegen, dass insgesamt drei z.T. nie erwartete Aufstiege zu feiern sind – kurzum: kaum ein Kirchhellener spielt in der kommenden Saison noch in der Klasse des Vorjahres.

Dass eine Mannschaft komplett beisammen bleibt, obwohl ein Abstieg zu verschmerzen ist, erlebt man im Spitzensport auch nicht alle Tage. Es zeigt aber, dass die Kirchhellener weiterhin an einem Strang ziehen und gemeinsam Erfolg haben wollen – auch in der Verbandsliga 3. Udo Lindemann, Marius und Maurice Mann, Reinhold Anton, Rainer Blüm und Sascha Schuster gehen aber keineswegs als Aufstiegsfavorit an die Tische, obgleich sie im Vorjahr in der klassenhöheren Oberliga kein Kanonenfutter waren. Aber diese Verbandsligagruppe 3 scheint beim Blick auf die Spielstärkenwerte der Konkurrenz eine Hammergruppe zu sein. So sind umkämpfte Spiele, oftmals in Derbyatmosphäre, zu erwarten. Was am Ende herausspringt, ist dabei völlig offen. Die Damen müssen den Verlust von Michaela Klaus, Daniela Brune und Petra Toppmöller verkraften. Umso größer ist die Freude, dass Alison Simon zu ihrem VfB zurückgekehrt ist und Magarete Myrcik, die in der 2. Mannschaft oft unterfordert wirkte, das Verbandsligateam komplettiert. In der starken Verbandsligagruppe 4 kann das Ziel nur lauten, einen erneuten Abstieg zu verhindern.

Nur nicht absteigen


Das Motto Nichtabstieg gilt auch für nahezu alle weiteren Mannschaften des VfB. Das liegt auch daran, dass drei Mannschaften zwar aufgestiegen sind, aber allesamt nicht als Meister, sodass die Aufgaben in den höheren Gefilden fast unlösbar erscheinen. Den vermeintlich sichersten Stand haben dabei wohl die Kreisligaherren, die in ihrer Staffel teilweise leichtere Gegner vor die Schläger bekommen als im letzten Jahr. Viel schwerer hat es die Dritte, die in der Kreisligaparallelstaffel vermeintlich chancenlos ist. Da aber der ein oder andere Spieler langjährige Kreisligaerfahrung mitbringt, gelingt vielleicht doch der ein oder andere Sieg. Die Vierte hatte im letzten Jahr enorme Startschwierigkeiten und konnte sich erst weit in der Rückrunde auf einen Nichtabstiegsplatz vorkämpfen. Mit leicht veränderter Aufstellung wird auch in diesem Jahr in der starken 1. Kreisklasse, Gruppe 1 nicht viel mehr drin sein. Die sensationell aufgestiegene Fünfte geht gut gelaunt in die 1. Kreisklasse, ohne sich irgendetwas auszurechnen – aber so war es schon im letzten Jahr. Der Nichtabstieg wäre ein riesen Erfolg. Die Sechste feierte den Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Die neu zusammengestellte Truppe wird über so viel Erfahrung verfügen, dass ihr der Nichtabstieg zuzutrauen ist. Die siebte und achte Herrenmannschaft wird jeweils mit vier Spielern in der dritten Kreisklasse an die Tische gehen, während die Kreisligadamen wieder eine interessante Rolle spielen wollen. Besonders erfreulich ist die Tendenz im Nachwuchsbereich. Immerhin drei Mannschaften gehen an den Start!
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