RWE Volleys veranstalten Grundschul-Cup

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Beim Grundschul-Cup werden die Bottroper Volleyball mal selbst an der Seitenlinie stehen. (Foto: Tom Schulte)
Bottrop: Dieter-Renz-Sporthalle |

Wow, was ist der riesig! So oder ähnlich werden einige Bottroper Grundschüler wohl, gepaart mit großen Augen, offenen Mündern und staunenden Blicken, reagiert haben, als Marcel Keller Gil ihre Turnhalle zum ersten Mal betrat.

Der gebürtige Portugiese ist der Mittelblocker des Bottroper Volleyball-Zweitligisten RWE Volleys und misst stolze zwei Meter und sieben Zentimeter und damit wohl etwa vier bis fünf Köpfe mehr als so mancher der jungen Schüler.

Dass Marcel Keller Gil nicht nur den Status eines Bundesligaspielers trägt, sondern auch obendrein noch für die portugiesische Volleyball-Nationalmannschaft aufläuft, scheint die Youngster jedoch weniger zu beeindrucken. „Mit solchen Bezeichnungen können viele von ihnen noch nichts anfangen“, weiß RWE-Jugendtrainer Michael Reschke. „Aber die Größe der Spieler, die zieht.“ Und von diesen haben zahlreiche Dritt- und Viertklässer einiger hiesiger Grundschulen nicht nur den Mittelblocker des Bottroper Volleyballklubs kennengelernt, sondern auch noch sieben weitere Profiakteure, die derzeit gemeinsam um den Aufstieg in die erste Bundesliga kämpfen.

Vier Grundschulen nehmen teil

Was dahinter steckt? Im Rahmen des Projekts RWE Volleys@school besuchten die acht Volleyballer in den vergangenen fünf Wochen vier Grundschulen in der Stadt, darunter die Paulschule, Astrid-Lindgren-Schule, Rheinbabenschule und die Konradschule. Zwei RWE-Spieler kümmerten sich dabei um je eine Lehranstalt und trainierten regelmäßig mit den Kids. Höhepunkt der wöchentlichen Übungseinheiten soll nun der Grundschul-Cup sein, den die RWE Volleys am morgigen Sonntag, 17. März, ab 11 Uhr in der Dieter Renz Halle ausrichten. Dort, wo sonst die Profis um Bundesligapunkte kämpfen.

„Wir wollen mit der Aktion bei den Kindern das Interesse für den Volleyballsport entwickeln“, erklärt Michael Reschke. Und so standen für die Schüler neben Rechnen, Schreiben und Sachkunde zuletzt auch Pritschen und Baggern auf dem Stundenplan. Durchaus zu ihrer Freude. „Ein Schüler wollte anfangs nicht so richtig mitmachen. Mittlerweile ist er mit viel Spaß bei der Sache“, erinnert sich der Jugendtrainer, der jedoch auch weiß, wie schwer es ist, gerade Jungs für das Spiel mit dem Netz in der Mitte zu begeistern. „Im männlichen Bereich ist Volleyball nicht so cool. Außerdem gibt es dort, wie beim Fußball, keinen direkten Erfolg in Form eines Tores.“ Heißt also fürs Training mit den Youngstern: Spaß haben, Grundlagen vermitteln, viel spielen lassen und so den Respekt vor einer vermeintlich schwierigen Sportart nehmen. Ob dann der ein oder andere näheren Gefallen am Volleyball findet, wird sich zeigen.

Zeigen, was sie von den „Großen“ gelernt haben, können die kleinen Sportler jedenfalls zunächst einmal am morgigen Tag. Und vielleicht wird dann auch Marcel Keller Gil große Augen machen und staunen.

Informationen
> Diese RWE-Spieler betreuen die Schüler: Lennart Bevers und Itamar Stein, Christian Gosmann und Miroslav Jakubov, Marcel Keller Gil und Jozef Janosik, Robert Böttcher und Joe Deimeke.
> Es wird auf einem 4,5 x 4,5 Meter großen Feld, Netzhöhe etwa zwei Meter, im Zwei gegen Zwei gespielt.
> Zur Vereinfachung dürfen die Schüler den ersten Ball nach dem Aufschlag fangen.
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