Serie gerissen: Adler verlieren zum ersten Mal Zuhause

Basketball / Bottrop. Zum ersten Mal in dieser Saison verließen die Bottroper den Adlerdome nicht als Sieger: Der TSVE Bielefeld setzte sich gegen enttäuschende Adler mit 76:67 durch und entführten als erstes Team in dieser Saison beide Punkte aus Bottrop.

Offensichtlich steckte den Gastgebern noch der Karneval in den Knochen, denn die Adler starteten ganz schwach in die Partie. Bielefeld dagegen war von Beginn an hellwach und setzte sich vor allem dank einer sehr guten Trefferquote bis zur sechsten Minute mit 17:6 ab. Vor allem Bielefelds Jan Behrens war in dieser Phase von der Adler-Defense nicht zu stoppen und markierte allein in den ersten sechs Minuten elf seiner insgesamt 14 Punkte. Trotz des schlechten Starts lagen die Adler nach dem ersten Viertel nur mit sieben Punkten zurück (16-23).
Aber auch im zweiten Viertel behielten die Gäste aus Bielefeld die Oberhand und führten nach 14 Minuten mit 14 Punkten Vorsprung. Erinnerungen wurden wach an das Hinspiel, in dem die Bottroper zeitweise mit 28 Punkten zurücklagen und durch großen Kampfgeist das Spiel noch drehen konnten. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit schien sich dies zu wiederholen, die Adler kämpften sich zurück und zeigten zumindest ansatzweise ihre normale Leistungsfähigkeit. Vor allem Oliver Habura zeigte in der Offensive mit 17 Punkten im zweiten Viertel, was in ihm stecken kann. So lagen die Gastgeber zur Pause trotz einer schlechten ersten Halbzeit nur mit 35:39 zurück. Allerdings verletzte sich Leistungsträger Sebastian „Schnibbel“ Kuhlmann bereits vor der Pause und konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen – eine große Schwächung für die Adler. "Wenn man nach so einer schlechten Halbzeit mit vier Punkten zurück liegt, kann man zufrieden sein. Hier zeigt sich, welche Qualität in der Mannschaft steckt", so Coach Daniel Kehl.

Nach der Halbzeitpause schienen sich die Adler auf ihre Stärken besonnen zu haben und zeigten in diesem Spiel ihr bestes Viertel, dass dann auch verdient mit 25-21 an die Adler ging. Endlich war die wahre Stärke der Adler zu sehen: Team Basketball! Beim Stand von 60:60 ging es in das letzte Viertel. Bis zur 35. Minute behielten die Bottroper das Heft in der Hand und führten mit 66-62. Als die Zuschauer schon dachten, die Adler hätten das Spiel nun im Griff, kam der Einbruch: Es folgten die wohl schlechtesten fünf Spielminuten der Adler, ihnen gelang in den letzten Minuten nur noch ein Punkt von der Freiwurflinie. Bielefeld dagegen machte es besser und legte einen 11 - 1 Lauf zum 67-76 Sieg hin.

Coach Kehl war nach der Schlusssirene bedient. "Der Ausfall von "Schnibbel" hat uns hart getroffen. Dennoch: Ich erwarte vor allem von mir selbst als auch von den Leistungsträgern Matthias Blanke und Oliver Habura in solchen Phasen einfach mehr. Wir können solche Ausfälle und die zeitweise schwachen Leistungen nicht als Team kompensieren. Das hat auch die Vergangenheit schon gezeigt", analysiert Kehl enttäuscht. "Allein Christian Fockenberg wusste während des gesamten Spiels zu überzeugen. Das ist einfach zu wenig!"

In der nächsten Woche geht es für die Adler zum Auswärtsspiel bei den Basktes Lüdenscheid, die sich mittem im Abstiegskampf befinden. Hochball in Lüdenscheid ist um 19:30 Uhr.

Viertelergebnisse: 16-23, 19-16, 25-21, 7-16.

Für Bottrop spielten: Giebelstein (2), Seifert, Kehl (7), Habura (22), Blanke (7), Kuhlmann (4), Edward (3), Gritzan, Riedel (2), Fockenberg (12), Paus (6), Lickfeld( 2). Nicht eingesetzt: Christian von Witzleben.

Es fehlte Co- Trainer Marc Kehl.
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