Starke Auftritte bei einem der Wettkampfhöhepunkte 2017

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  JC 66 Nachwuchs macht bei Croco Cup in Osnabrück auf sich aufmerksam

752 Teilnehmer aus acht Nationen waren für den jährlich stattfindenden Internationalen Croco Cup in Osnabrück gemeldet. Judoinsidern gilt das Turnier, bei dem am vergangenen Wochenende Sportler aus Korea, Russland, Frankreich, Luxemburg, Litauen, Chile, Niederlande und Deutschland an den Start gingen als eines der am besten besetzten Turniere für den Judonachwuchs. „Dementsprechend schwer ist es, sich bei einer solchen Konkurrenz in den Medaillenbereich zu kämpfen. Der Wettkampfmodus sichert nicht jedem Kämpfer automatisch die Trostrunde zu. So kann es sein, dass ein Fehler das Turnieraus bedeuten kann.“, erläutert Trainer Sven Helbing. Der JC 66 hatte sich entschlossen, am Turnier mit den besten Kämpfern der Altersklasse u12 teilzunehmen. Das hieß, dass 14 kleine Kämpfer am Samstag die internationale Wettkampftatami betraten. Vier von ihnen konnten sogar in den Medaillenkampf eingreifen und am Ende standen zweimal Gold, einmal Silber und ein fünfter Platz auf der Ergebnisliste.

„Die Trauben hängen hoch“

Besonders überzeugend war die Leistung von Pia Urban -25kg, die all ihre Kämpfe sogar vorzeitig mit Ippon für sich entscheiden konnte. „Letztes Jahr konnte sich Pia noch nicht in die Medaillenränge kämpfen. Sie hat einen großen Leistungssprung gemacht und ihre fleißige Trainingsleistung mit Gold bestätigt.“, war Trainer Wolfgang Ammoussou sehr zufrieden. Die zweite Goldmedaille für den JC 66 erkämpfte Damla Celik -44kg. Auch sie blieb in ihren Kämpfen ungeschlagen und sicherte sich mit vorzeitigen Siegen den ersten Platz ihrer Gewichtsklasse. Eine weitere Finalteilnahme konnte Niklas Gillenkirchen – 28kg erkämpfen. Nachdem er in drei Vorrundenkämpfen unbesiegt blieb, musste er sich lediglich im Finale geschlagen geben und konnte sich letztendlich über einen starken zweiten Platz freuen. Fünfmal durfte auch Tim Sturm -26kg auf die Tatami. Dreimal ging er als Sieger von selbiger und zweimal unterlag er. Dies bedeutete am Ende einen sehr guten fünften Platz. „Mit drei Medaillen und einem fünften Platz sind wir sehr gut dabei. In der Breite sind wir gut aufgestellt, eine starke Basis ist geschaffen. Dass die Trauben international jedoch sehr hoch hängen, war auch nicht zu übersehen. Zufrieden können wir mit den Spitzenleistungen sein, müssen jedoch noch bezüglich der Masse aufbauen, um als Verein ganz vorn mitzukämpfen.“, resümierte Wolfgang Ammoussou.

Erster Einsatz für Bundesligakämpferin als Coach

Nicht nur die Förderung der eigenen Kämpfer steht auf dem Programm des JC 66, sondern auch im Betreuerbereich sollen junge Kämpfer ins Trainerteam nachrücken. Für Sina Felske, Bundesligakämpferin der JC Piratinnen war Osnabrück der erste Einsatz als Coach im Wettkampfbereich. Seit Kurzem steht sie als Co-Trainerin dem JC zur Verfügung und betreut im Zuge dessen auch den Nachwuchs. „Ich glaube, ich war ähnlich aufgeregt wie die Kinder, konnte ihnen aber sicherlich auch mit meiner Wettkampferfahrung helfen.“, so Felske. „Es ist wichtig, eigene motivierte Kämpfer in den Trainingsbetrieb einzubinden. Einerseits bleiben sie dem JC 66 damit erhalten, auch, wenn sie selbst irgendwann nicht mehr aktiv kämpfen. Andererseits helfen sie mit ihren Erfahrungen und sind Vorbilder für die jungen Kämpfer.“, so JC Sportkoordinator Volker Tapper. Mit Sven König wird demnächst ein weiterer Kämpfer aus einem Bundesligateam in den Trainerstab eingebunden. Er wird demnächst eine der Anfänger- und eine Anschlussgruppe übernehmen. Als Co-Trainer steht der erfahrene Jürgen Ehlert zur Verfügung. So wird die Trainingsstruktur des Bundesligisten weiter optimiert und es kann weiter an einer breiten Basis gearbeitet werden, aus der dann die Kampfmannschaften gespeist werden können. „Die Ausbildung eigener Kämpfer ist nicht nur einfacher, als sich teure Fremdkämpfer zu holen, sie macht auch mehr Spaß. Die gesamte Leistungsentwicklung zu verfolgen und zu sehen, wie sich die Kämpfer entwickeln ist doch das Schönste für jeden Trainer.“, so Trainer Sven Helbing.
1. Oben: die Medaillengewinner Niklas Gillenkirchen, Pia Urban und Damla Celik, sowie Trainer Sven Helbing und Sina Felske; Unten: Trainer Wolfgang Ammoussou, Benjamon Quys, Tim Sturm, Justus Hirschfelder, Tiago Schulz, Jakob Riczitzki, Bjarne Tapper und Philipp Vrchoticky; Nicht im Bild: Maike Bayerlein, Mia Knolle, Felicia Schumacher, Fiona Müller

Informationen zu Verein, Ergebnissen und Ligen finden Sie unter: www.jc66.de, Infos zum Bottroper Schulprojekt finden Sie unter: www.judokinderwelt.de
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