Australien Part II - Midterm!

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Good morning, Newcastle!
 
Nelson's Bay
Die Zeit rast, die Zeit rast! Irgendwie scheinen die Tage hier weniger Stunde zu haben als in Deutschland und die Wochen scheinen auch weniger Tage zu haben.. Ich bin schon mitten in den letzten Vorbereitungen für das Midterm Assessment, das ist eine erste Evaluation in der Mitte des Semesters. In den Kunst-Seminaren muss man da sein erstes Projekt fertig gestellt haben und das wird dann schon benotet – ganz anders als in Deutschland, wo erst Ende des Semesters bewertet wird und man während des Semesters weniger zu tun. Ich bin also zur Zeit fleißig am Künstler recherchieren, Malen, Wachs bearbeiten und Sticken.
Ich fühle mich mittlerweile auch nicht mehr wie im Urlaub, wie es am Anfang so einer Reise wohl scheint. Uni-Besuche, Kochen, Haus putzen – alles nicht ganz so urlaubs-mäßig.
Auch sonst bin ich nun wirklich angekommen. Ich kenne mittlerweile viele „echte Newcastler“ und werde von denen zu vielen verschiedenen „echten“ australischen Ereignissen mitgenommen. Es ist also quasi Alltag mit dem gewissen Etwas. Deswegen werde ich mal von den Highlights der letzten Wochen erzählen – ich bin nämlich nicht nur am Uni-Sachen machen.
Eines Morgens habe ich mich auf einen Strandspaziergang gemacht, und was sehe ich weit draußen? Delfine! Immer wieder sind sie auf und abgetaucht, man sah ihre Flossen und manchmal sind sie sogar komplett aus dem Wasser rausgesprungen. Das war so schön, sie in ihrer wahren Umgebung zu sehen, auch wenn sie weit weg waren.
Letztes Wochenende hatte ich Besuch von einer Freundin aus Deutschland, die ca. 4-5 Stunden von mir entfernt Au Pair macht. Einen Tag haben wir einen wunderbaren Ausflug nach Nelson’s Bay gemacht, eine kleine Ecke ca. 1 Stunde von Newcastle. Dort kannte ich glücklicherweise jemand, der ein kleines Boot besaß und damit sind wir dann durch die Buchten gesaust. Wo es uns gefallen hat, haben wir angehalten, sind schwimmen und schnorcheln gegangen, oder haben ein Milchshake getrunken. Die Gegend war der Wahnsinn! Tief türkises Wasser, weiße Strände, tolle Buchten – und wieder Delfine, die neben unserem Boot her schwammen.
Außerdem bin ich hier schon in die richtige Surf-Kultur gerutscht. Das macht hier so gut wie jeder und ist einfach ganz groß hier. Auf der Premiere eines Surf-Filmes eines lokalen Surf-Profis haben Jung und Alt gebannt auf den Bildschirm gestarrt und den Surfer angefeuert und wild applaudiert. Bei einer echten australischen Garten-Party mit BBQ und Bier sind die Surf-Filme, die im Hintergrund auf der Leinwand gezeigt werden, ebenso unabkömmlich. Hier steht man im Morgengrauen auf, um vor der Uni oder der Arbeit noch schnell ein paar Wellen zu kriegen. Und auch wenn ich recht schnell fest gestellt habe, dass Surfen leichter aussieht als es ist, lerne ich dadurch unglaublich viele Leute kennen. Alle sind hilfsbereit und zeigen einem wie es geht und man wird abgeholt um an andere Strände zu fahren – obwohl ich das National Surf Reserve quasi genau vor meiner Haustür habe.
Mit meinem Englisch ist es schon so weit, dass ich vor einiger Zeit das erste mal aus Versehen „G’day“ gesagt habe – die Standart-Begrüßung der Australier, die ich mich immer geweigert habe, zu benutzen. Außerdem kam es vor, dass ich mit meinem Deutsch-Besuch unbewusst angefangen habe, Englisch zu reden.
Nach der Präsentation meiner Kunst-Projekte nächste Woche, habe ich dann erstmal zwei wohlverdiente Wochen Frühlings-Ferien. Auch für da ist schon das ein oder andere Abenteuer geplant und ich kann es kaum noch abwarten, bis es soweit ist!
Viele Grüße an alle Daheim-Gebliebenen!
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