Drei Fragen an… Gunter Demnig

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Gunter Demnig Foto: Thiele
In rund 750 Städten in Deutschland und Europa hat der Künstler Gunter Demnig etwa 40.000 Stolpersteine verlegt.

Stadtanzeiger: Herr Demnig, Sie gedenken seit 1996 mit Ihren Stolpersteinen den Opfern des NS-Regimes. Was war und ist Ihre Motivation?

Gunter Demnig: Das Interesse daran ist groß. Es ist ein Lebenswerk von mir geworden. Mich motiviert vor allem, dass ich damit viele Jugendliche erreiche. Es sind auch schon Angehörige aus Tasmanien, Südafrika und San Francisco gekommen, um bei der Verlegung in Deutschland dabei zu sein.

Stadtanzeiger: Wie fällt die Resonanz in den Städten aus, in denen Sie die Stolpersteine verlegen?

Gunter Demnig: Immer positiver, das Projekt wird immer bekannter. Es sind immer weniger „Knallköppe“, die sagen: „Wir wollen das nicht! Nach 60 Jahren! Was soll das?“

Stadtanzeiger: Die NSU-Mordserie, Israelkritik, die sich mit Antisemitismus vermischt, eine islamfeindliche Stimmung in der Bevölkerung – muss man sich in Deutschland um einen Rechtsruck sorgen?

Gunter Demnig: Eigentlich nicht. Bis jetzt sehe ich den nicht. Das ist wie in anderen europäischen Ländern.

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