"Ein sehr wehmütiger Moment": Ex-WLT-Intendant Sebastian Heindrichs offiziell verabschiedet

Anzeige
Blicken auf eine langjährige gemeinsame Arbeit zurück: Sebastian Heindrichs (Mitte), Günter Wohlfarth (r.) und der neue Intendant, Ralf Ebeling (l.). Foto: Wengorz
„Es ist für mich ein sehr wehmütiger Moment, aber es ist ein Moment, dem ich nicht ausweichen kann“, erklärt Sebastian Heindrichs. Mit einer kleinen Feier wurde der ehemalige Intendant des Westfälischen Landestheaters nun offiziell verabschiedet.

Es war eine Entscheidung, die sich irgendwann nicht mehr hinauszögern ließ. „Eigentlich war geplant, dass ich am 1. Dezember wieder anfange“, so Heindrichs. Davon jedoch hätten die Ärzte ihm dringend abgeraten.
2007 war der heute 50-Jährige an Leukämie erkrankt. Aufgrund der starken Medikamente, die er nach wie vor nehmen müsse, sei er noch immer sehr geschwächt – ein normaler beruflicher Alltag, damit nach wie vor nicht denkbar.
Gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor, Günter Wohlfarth, hatte Heindrichs seit 2003 das Theater geleitet. Besonders gern erinnert er sich dabei an den langjährigen gemeinsamen Kampf um den Erhalt des WLT zurück: „Dass wir es geschafft haben, dass es das Theater hier noch gibt, ist sicherlich der größte Erfolg aus dieser Zeit.Das war von der Landesregierung nicht so geplant.“
Nun übergibt Heindrichs die Theaterleitung an den neuen Intendanten, Ralf Ebeling, den er selbst vor sechs Jahren als Regisseur an das WLT geholt hatte und dessen Arbeit er sehr schätze. Einmischen wolle er sich in Zukunft nicht. „Wenn ein Übergang entsteht, dann gibt es neue Ideen und neue Ansätze“, so Heindrichs. „Ich wünsche dem Theater, dass es sich mit großer Freude und Hingabe den Dingen widmet, die es rufen, und dann wird es hoffentlich gut“, erklärt er. Er selbst wiederum wolle dem Haus als Freund und als Besucher erhalten bleiben.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.