1.000 Flüchtlinge nach Habinghorst

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Platz für 1.000 Flüchtlinge: Auf dem Gelände des ehemaligen E.on-Kraftwerkes an der B235 in Habinghorst wird eine Großnotunterkunft aus Leichtbauhallen entstehen. Der Aufbau der Unterkünfte, der etwa zwei bis drei Wochen dauern soll, könnte nach Angaben der Bezirksregierung in Münster schon in der nächsten Woche beginnen. (Foto: Thiele)

Auf dem ehemaligen E.on-Kraftwerksgelände an der B235 in Habinghorst wird eine Großnotunterkunft für 1.000 Flüchtlinge errichtet. Das teilte Bürgermeister Rajko Kravanja am Freitag (30. Oktober) offiziell mit.

Derzeit laufen bereits die Vorbereitungen für die Errichtung so genannter Leichtbauhallen: Rodungs- und Planierungsarbeiten. Ziel der Bezirksregierung, so die Stadtverwaltung, sei eine Aufnahme des Betriebes bis Ende November.

„Die Hauptverantwortung für die Großnotunterkunft liegt bei der Bezirksregierung in Münster. Wir als Stadt sind sozusagen nur durch ein Fenster beteiligt“, betonte Kravanja. So werden Stadt und EUV unterstützend tätig bei der Versorgung mit Strom und Wasser und bei der Müllabfuhr.

Viele Fragen sind noch offen, wie etwa die nach dem Betreiber. Das habe die Bezirksregierung, die am Freitag keinen Vertreter zur Pressekonferenz entsandt hatte, noch nicht entschieden. Für den Betrieb käme allerdings nur eine Wohlfahrtsorganisation infrage. Einen privaten Betreiber wolle Münster nicht, betonten Sozialdezernent Michael Eckhardt und Dirk Heinacker, Bereichsleiter Soziales.

Bürgermeister Kravanja kündigte an, Mitte November mit Vize-Regierungspräsidentin Dorothee Feller eine Bürgerinfo in Habinghorst zu veranstalten. Ferner würden städtische Mitarbeiter und er mit Flyern im Ortsteil unterwegs sein, um etwa an Infoständen auf dem Markt und auf der Lange Straße möglichst viele Informationen an die Bürger zu bringen. Dazu wolle die Stadt auch die Strukturen der Sozialen Stadt Habinghorst nutzen.

Die Großnotunterkunft soll zunächst komplett aufgebaut werden und - im Gegensatz zu Einrichtungen in anderen Städten - erst dann in Betrieb gehen. Die Flüchtlinge kommen dann nach und nach.

Nähere Einzelheiten zur Großnotunterkunft lesen Sie in unserer Printausgabe vom Samstag.
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