1,6 Millionen Euro für den Umbau des Wichernhauses

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Voraussichtlich noch in diesem Monat wird der Umbau des Wichernhauses am Brückenweg beginnen. (Foto: Thiele)

Ende vergangenen Jahres feierte das Wichernhaus sein 100-jähriges Bestehen. Jetzt wird das Gebäude am Brückenweg 30 umgebaut. Wie berichtet, wird ins Untergeschoss, in dem sich bis vor einigen Wochen die Gemeindebücherei befand, eine Seniorentagespflege einziehen.

Außerdem stehen im Gebäude Sanierungen der Wasser- und Stromleitungen, der Heizungs- und der sanitären Anlage sowie Dacharbeiten an. Die drei Mietwohnungen bleiben erhalten, aber auch sie werden renoviert. „Die Heizungen werden neu angeschlossen, die Wasserzuleitungen und die Stromkreise erneuert“, erläutert Pfarrer Arno Wittekind von der Evangelischen Paulus-Kirchengemeinde.
Die Gemeinde rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr. „Wir gehen davon aus, dass die Firmen noch im März beginnen können.“ Zurzeit sei man dabei, Aufträge an die ersten Gewerke zu vergeben, so Wittekind.
„Wir brauchen eine doppelte Baugenehmigung“, erläutert der Pfarrer. „Eine kirchliche wegen der Finanzierung, die uns bereits vorliegt, und eine städtische für den Umbau des Untergeschosses, weil es dort eine Nutzungsänderung gibt.“ Die Gemeinde habe die Zusage der Stadt, dass die Baugenehmigung in den kommenden ein, zwei Wochen zugestellt werde, so Wittekind.

Erste Abbrucharbeiten erledigt

Einige Vorarbeiten – vor allem im Untergeschoss – hat die Gemeinde mit ehrenamtlicher Hilfe schon selbst erledigt. Nicht nur wurden alle Räume leergeräumt, sondern auch die ersten Abbrucharbeiten vorgenommen. „Das ganze Parkett ist herausgebrochen worden“, erzählt Wittekind.
In die Räume im Untergeschoss wird auf einer Fläche von 300 Quadratmetern eine Seniorentagespflege einziehen. „Mieter der Räumlichkeiten ist das Diakonische Werk Herne“, so Wittekind.
Durch den Umbau des Wichernhauses wird sich die Größe der Gemeindeflächen verkleinern. „Früher waren es 1.000 Quadratmeter, nach der Renovierung werden es 700 sein.“
Die Gruppen und Kreise der Gemeinde haben sich bereits in den vergangenen Wochen für die kommenden zwölf Monate ein neues Zuhause gesucht. „Das Kirchcafé findet jetzt im Gemeindehaus der Katholischen St. Lambertusgemeinde statt, und auch die Frauenhilfe trifft sich dort“, so Wittekind. Der Kirchenchor fand in St. Elisabeth Unterschlupf, das Gemeindefrühstück im Gemeindehaus Alleestraße, der Kindergottesdienst „Kinderarche“ im Gemeindehaus Luisenstraße, und der Posaunenchor des CVJM probt vorübergehend in der Auferstehungskirche.

1,6 Millionen Umbaukosten

Etwa 1,6 Millionen Euro wird der Umbau des Wichernhauses kosten. 300.000 Euro steuert der Kirchenkreis Herne bei. „Den Rest übernimmt die Gemeinde“, so Wittekind. Dazu hat sie bereits ein Grundstück an der Dortmunder Straße 21 verkauft, dessen Erlös komplett in den Umbau fließt. Die Hälfte der Gesamt-Sanierungskosten werde über ein Darlehen finanziert, das durch die Mieteinnahmen der Gemeinde abbezahlt werde, so der Pfarrer.
„Die 1,6 Millionen Euro reichen für die ,Hardware‘.“ Für die Innenausstattung, wie Ton- und Lichttechnik im Saal sowie Bestuhlung des Saales und des Foyers, kalkuliert die Gemeinde, zusätzliche Spenden in Höhe von circa 110.000 Euro zu benötigen. „Ein Stuhl kostet locker 100 bis 120 Euro, und wir brauchen 200 Stück“, erläutert Wittekind.
40.000 Euro, für die Stühle und Tische angeschafft werden sollen, stellt die Frauenhilfe zur Verfügung. Es sind Erlöse aus vergangenen Basaren. Wittekind hofft, dass die restlichen Spenden bis Ende dieses Jahres gesammelt werden können.

Spendenaktion

- Die Spendenaktion wird am Sonntag (8. März) nach dem Gottesdienst im Kirchcafé vorgestellt.
- Die Veranstaltung findet ab etwa 11.45 Uhr im Gemeindehaus St. Lambertus in der Altstadt statt.
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