Castrop-Rauxel: Bei Drohbrief rät Polizei zur Anzeige

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Mit Computer oder Schreibmaschine geschrieben wurde der Brief an die 40-Jährige.

Der Brief war frankiert, trug einen Poststempel und war korrekt adressiert. Der Inhalt: Religiös-rassistische Bilder und persönliche Beleidigungen. Die Empfängerin: Eine 40-Jährige aus Castrop-Rauxel, Deutsche mit türkischen Wurzeln.

Die Frau (der Name ist der Stadtanzeiger-Redaktion bekannt) fand den an sie gerichteten Brief nach dem Urlaub im Briefkasten. Und war entsetzt. "Ich wurde in meiner Persönlichkeit angegriffen. In dem mit Computer oder Schreibmaschine geschriebenen Drohbrief stand, ich solle meinen Mann und meine Kinder nehmen und gehen."

"Der richtige Weg"


Die Castrop-Rauxelerin geht davon aus, dass der Absender des Briefes sie persönlich kennt. Nachbarn haben ihres Wissens nach keine vergleichbare Post erhalten. Die Castrop-Rauxelerin hat sich an die Polizei gewandt und Anzeige erstattet.

"Das ist genau der richtige Weg. Wer einen solchen Brief erhält, sollte Anzeige erstatten", betonte Michael Franz von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Recklinghausen. "Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Brief 'spurenschonend' zur Polizei gebracht wird", rät Franz, "etwa in einer Einsteckhülle." Es sollten nicht wer weiß wie viele Personen das Schriftstück anfassen.

Nach Angaben von Michael Franz werde dann geprüft, ob es einen Anfangsverdacht für einen Straftatbestand gebe, etwa den Straftatbestand der Volksverhetzung. Die Polizei versuche zudem, Spuren zu sichern. Einzelheiten dazu möchte der Polizeisprecher allerdings nicht nennen, um nicht den falschen Leuten wichtige Tipps zu liefern, wie man möglichst wenig bis keine Spuren hinterlasse.

Schließlich werde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. "Sie muss letztlich eine rechtliche Bewertung des Briefinhalts vornehmen. Und die Staatsanwaltschaft entscheidet, wie das Verfahren weitergeführt werden soll."
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