Das eigene Grundstück gegen die Folgen des Klimawandels sichern

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Ulrike Raasch ist bei der Emschergenossenschaft für Regenwasserbewirtschaftung zuständig. (Foto: Emschergenossenschaft)

Mehr Hitze und stärkere Regenfälle sind die Folgen des Klimawandels. Da dieser nicht mehr abzuwenden sei, müssten sich Grundstücksbesitzer anpassen, meint Ulrike Raasch, die bei der Emschergenossenschaft für Regenwasserbewirtschaftung zuständig ist.

Über Überflutungsschutz nachzudenken, lohne sich vor allem für Menschen, die in gefährdeten Gebieten, wie einem Tal, lebten, erklärt Raasch. Zugleich warnt sie davor, sich zu sicher zu sein, dass man nicht gefährdet sei. „Dass die letzten 50 Jahre nichts passiert ist, ist kein Hinweis auf Sicherheit mehr.“
Sie empfiehlt Menschen, sich damit auseinanderzusetzen, was mit dem Regenwasser auf ihrem Grundstück geschehe. So sei es früher nicht unüblich gewesen, gepflasterte Flächen anzulegen, die zum Keller hin abschüssig seien. Als Gegenmaßnahme, um den Keller vor Überflutungen zu schützen, rät sie etwa dazu, die Fläche zu entsiegeln und das Regenwasser von der Dachrinne in Mulden oder Rigolen versickern zu lassen.
„Das ist auch für den eigenen Geldbeutel gut, sich von der städtischen Entwässerung abzukoppeln“, erläutert sie, denn dann entfielen die Abwassergebühren. „Es ist auch für den eigenen Geldbeutel gut, sich von der städtischen Entwässerung abzukoppeln“, erläutert sie, denn dann entfielen die Abwassergebühren. Ob und unter welchen Bedingungen dies möglich ist, muss mit dem EUV geklärt werden. Informationen zum Thema gibt es auch auf der Webseite www.emscher-regen.de.

Rückstausicherung

Auch eine Rückstauklappe könne davor schützen, dass der Keller bei starkem Regen volllaufe. Dabei macht Raasch aber darauf aufmerksam, sich nicht auf die Klappe als einzigen Schutz zu verlassen. „Wenn es viel regnet und die Klappe zugedrückt wird, bekomme ich auch mein eigenes Wasser nicht mehr weg“, erklärt sie das Problem.
Zugunsten eines besseres Stadtklimas tritt die Emschergenossenschaft dafür ein, „nicht jedes letzte Stück Vorgarten zuzupflastern“. Raasch spricht sich gegen Flächenversiegelung und für mehr Vegetation aus, die für frische Luft sorge und kühlend wirke. Sie rät Eigentümern, einmal im Sommer zu testen, wie es um das Klima auf ihrem Grundstück bestellt sei. Um abstrahlender Hitze entgegenzuwirken, könne man zum Beispiel eine große Terrasse verkleinern.

Anmeldung zum Klimatag

Was Grundstücksbesitzer sonst noch tun können, verrät Ulrike Raasch beim 3. Klimatag Castrop-Rauxel am Mittwoch (22. März). Von 13 bis 17.30 Uhr gibt es im DIEZE, Erinstraße 6, neben ihrem verschiedene weitere Vorträge zum Thema Klimawandel. Anmeldungen nimmt Karin Graf vom EUV bis zum 15. März unter Tel. 02305/9686330 entgegen.
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