"Das Haus ist eine Ruine" / Kaufangebot der Vivawest

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Volker Buckenleib vor dem Haus an der Waldenburger Straße, das ihm Vivawest zum Kauf anbot.

„Mein Traum wäre, das Haus, das ich bewohne, zu kaufen. Hier ist alles instand gesetzt“, sagt Volker Buckenleib. Der 48-Jährige lebt in einem der Häuser an der Stettiner Straße, die das zuständige Wohnungsunternehmen Vivawest wegen „gravierender Schäden“ abreißen lassen will. Mieter und Mieterverein bezweifeln, dass die Häuser wirklich abrissreif sind (der Stadtanzeiger berichtete). Mittlerweile wurde Volker Buckenleib von Vivawest ein Haus an der Waldenburger Straße zum Kauf angeboten, das baugleich mit dem an der Stettiner Straße ist. Aber: „Das Haus ist eine Ruine und muss kernsaniert werden“, beschreibt Buckenleib den Status quo beim Ortstermin mit dem Stadtanzeiger.

Fenster, Elektrik, Abwasserleitung, Heizung: Alles müsse neu gemacht werden, nennt Volker Buckenleib einige Beispiele. Das Dach sei „komplett im Eimer“, Höhenunterschiede im Haus sind mit bloßem Auge erkennbar. „Hier stellt man nicht einfach so Möbel rein, weil das Haus derart schief ist.“ Auch seien seit dem ersten Besichtigungstermin neue Setzrisse hinzugekommen. Und die Giebelwand müsse mit Mikropfählen durch eine Spezialfirma stabilisiert werden. Die Kosten hierfür lägen im fünfstelligen Bereich.

„Architekt und Statiker haben das letzte Wort. Es stellt sich die Frage, ob abreißen und neu bauen nicht günstiger ist“, sagt Buckenleib. Er weiß: „Ich würde für dieses Haus zahlen, bis ich Rentner bin. Aber bleibe ich solange gesund, dass ich die Raten auch zahlen kann? Das weiß man doch nicht.“

Generell würde der 48-Jährige einen Hauskauf favorisieren, statt noch einmal zur Miete zu wohnen. „So eine Sache wie an der Stettiner Straße möchte ich nicht noch einmal erleben müssen.“ Dort hat Volker Buckenleib viel Geld in die Hand genommen, um das Haus auf Vordermann zu bringen. Und „sein“ Haus würde er auch gerne kaufen. Grünes Licht dafür gab es von Vivawest jedoch nicht.

Unterschriftenaktion:
Am 30. Mai möchten betroffene Mieter der Stettiner Straße mit einem Stand in der Nähe des Kiosks auf ihre Situation aufmerksam machen und Unterschriften sammeln. „Wir möchten zeigen, was man uns nimmt und was man uns bietet.“

Mehr über den geplanten Häuserabriss lesen Sie hier:
http://www.lokalkompass.de/castrop-rauxel/leute/mi...
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1 Kommentar
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 07.05.2015 | 14:53  
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