Die Pizza und der Bauernhof

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Auf Spurensuche auf dem Castroper Wochenmarkt begaben sich am Donnerstag (16. Juli) Hanna, Dominik und Finya (v.l.) sowie weitere Freunde vom Kinderhaus Rasselbande. Sie spürten den Fragen nach: „Was wächst wo...?“ und „Was hat eine Pizza mit dem Bauernhof zu tun?“ (Foto: Thiele)
 
Himbeeren und gelbe Tomaten kosteten Hanna (v.l.), Dominik, Lisa König, Finya und Ida am Donnerstag (16. Juli) bei ihrem Ausflug auf den Wochenmarkt in der Castroper Altstadt. (Foto: Thiele)

Nein, Kartoffeln gab es nicht auf der Pizza. Auch keine Möhren. Aber dennoch fanden Marlon und Fynn, Falk, Hanna, Ida, Dominik und Finya am Donnerstag auf dem Wochenmarkt in der Castroper Altstadt reichlich Gemüse, das auf eine Pizza passt.

Mit ihren erwachsenen Begleiterinnen Sofia Dartmann (Sozialpädagogin), Laura Kühn (künftige Auszubildende zur Erzieherin) und Lisa König (Lehramts-Studentin) machten die Kinder einen spannenden Ausflug. Zurzeit nehmen sie teil am Ferienprogramm des Kinderhauses Rasselbande in Merklinde.

Eine ganze Woche lang steht das Thema „Was hat eine Pizza mit dem Bauernhof zu tun?“ auf dem Programm. „‘ne ganze Menge!“, weiß der achtjährige Fynn, als wir uns am Reiterbrunnen zum gemeinsamen Bummel über den Markt treffen.

Als Tiere geschminkt


Die Kinder sind gut vorbereitet. „Am ersten Tag haben wir überlegt, wie wir das Thema angehen. Die Kinder hatten gute Ideen, waren sehr phantasiereich“, berichtet Sofia Dartmann. An den folgenden Tagen wurden Plakate gemalt mit Fahrzeugen, die auf dem Bauernhof gebraucht werden. „Was wächst wo?“ war eine ebenso wichtige Frage wie „Wer arbeitet auf einem Bauernhof?“ und „Welche Tiere gibt es dort?“

Schließlich folgten Schminkaktion – selbstverständlich wurden die Kinder als Tiere geschminkt – und das Basteln von Tiermasken.

Dann kamen die Mädchen und Jungen der Pizza schon ein ganzes Stück näher: Auf Ausmalbildern (Mandalas) konnten sie schon mal präsentieren, wie ihre Pizza denn belegt werden soll.

Endlich: Auf einem großen Blech hatte jedes Kind sein eigenes Pizzastück reserviert. Es musste nur noch mit den leckeren Dingen belegt werden, die die Kinder mögen: Gemüse, Schinken, Käse ... „Jeder durfte selbst bestimmen!“ Die Kinder sind auch am Tag danach noch immer begeistert
.
Und neugierig, was sie denn auf dem Wochenmarkt an den Ständen so finden, was zu ihrem Thema passt. „Wir wollen gucken, was alles vom Bauernhof kommt“, gibt der siebenjährige Marlon die Marschroute über den Platz vor.

Oft gibt es bei der Erkundungstour nur einzelne Begriffe, manchmal auch Nachfragen der Erwachsenen, um den Kindern „auf die richtige Spur“ zu helfen.

„Eier, von Hühnern!“

„Nudeln, vom Weizen, vom Feld!“

„Kirschen, vom Baum!“

Die Mädchen und Jungen wissen sehr gut Bescheid. Am Stand mit den Erdbeeren möchte Sofia Dartmann wissen, wer denn schon mal mit seinen Eltern auf einem Feld Erdbeeren gepflückt hat. – Was für eine Frage? Einige Kinder haben sogar Erdbeeren im eigenen Garten. Und selbstverständlich wissen sie, dass Johannisbeeren an einem Strauch wachsen. „Daraus kann man Marmelade machen.“ – „Wir vermischen das mit Erdbeeren. Dann wird das eine wirklich leckere Sauerei!“

Von den Tomaten wissen Ida und ihre Freunde, dass sie eine leckere Soße für die Pizza ergeben. „Wir haben zu Hause auch Tomaten an einem Strauch. Aber wir haben noch keine abgepflückt, weil die noch grün sind.“

Gelbe Cherrytomaten


Rote Tomaten, grüne (noch unreife) Tomaten, gelbe Tomaten? „Die gelben Cherrytomaten kommen aus Raesfeld und werden von meinem Freund gezüchtet“, verrät der freundiche Markthändler, an dessen Obst- und Gemüsestand die Kinder die Waren begutachten.

Kostprobe gefällig? Sofia Dartmann kauft eine Handvoll. Nicht alle Kinder möchten probieren. Aber die, die es tun, sind überrascht: „Die schmecken genauso wie die roten.“ Später schenkt der Händler den Ausflüglern noch Melone zur Erfrischung.

An einem anderen Stand hatten die Mädchen und Jungen schon Himbeeren probiert. Und bei einem weiteren Händler Käse entdeckt. Mehr Sorten als den Gouda, der tags zuvor auf der Pizza war: „Butterkäse, Ziegenkäse, Stinkekäse ...“
Da fehlt doch noch etwas! Richtig: Oregano. Am Gewürzstand werden die Kinder fündig.

Bleibt eine Frage offen: „Wo wachsen denn Kartoffeln?“ Die Antwort „am Kartoffelstand“ ist zwar lustig, aber nicht richtig. Besser ist der zweite Anlauf: „In der Erde, wie die Möhren!“
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