Eine warme Mahlzeit - in der Suppenküche der Caritas

Winfried Kurrath, Anita Balz und Adelheid Elting (von links) gehören zu den Ehrenamtlichen, ohne die die Suppenküche der Caritas nicht möglich wäre.
  • Winfried Kurrath, Anita Balz und Adelheid Elting (von links) gehören zu den Ehrenamtlichen, ohne die die Suppenküche der Caritas nicht möglich wäre.
  • hochgeladen von Sascha Ruczinski

Auch reiche Länder kennen Armut. Da, wo es selbst für das Nötigste nicht reicht, helfen Menschen mit ehrenamtlichem Engagement – zum Beispiel in der Suppenküche der Caritas.

Am 19. November 1231 wurde in Marburg an der Lahn eine Landgräfin beigesetzt. Die Tote war gerade einmal 24 Jahre alt. In ihrem kurzen Leben hatte sie aber deutliche Spuren hinterlassen.

Elisabeth von Thüringen hatte sich der Armutsbewegung angeschlossen. Als Adlige verzichtete sie auf Prunk, kümmerte sich um die Mittellosen und arbeitete zuletzt als Spitalschwester in Marburg. An Pfingsten 1235 wurde Elisabeth heilig gesprochen.

„Die Suppenküche gibt es seit 1993“, erzählt Silvia Engemann vom Caritasverband. Dort finden Hilfsbedürftige eine warme Mahlzeit. „Die Idee ist nach einem kalten Winter entstanden“, sagt Engemann. Die Suppenküchensaison wird alljährlich am 19. November, dem Namenstag der heiligen Elisabeth, eröffnet und reicht bis Ostern.

Die Küche hat täglich um 11.30 Uhr geöffnet, auch an den Wochenenden und an Feiertagen. Sie ergänzt das Angebot der Tafel, das ebenfalls in den Räumlichkeiten des Caritasverbandes am Lambertusplatz 16 seine Heimat hat. Die Zutaten fürs Essen stammen aus Spenden der umliegenden Supermärkte.

Rund 50 Ehrenamtliche kümmern sich um die Küche und ihre 25 bis 30 Gäste. Wer an welchem Tag kocht, wird untereinander abgesprochen. Am Eröffnungstag stehen Anita Balz, Adelheid Elting und Winfried Kurrath am Herd. Alle drei sind Rentner.

„Ich mache das jetzt im dritten Jahr“, berichtet Anita Balz, während Adelheid Elting mit der Schöpfkelle Suppe in den bereitgestellten Teller gießt. Winfried Kurrath schneidet währenddessen Brot auf.

Bereits morgens geht es los. „Die Arbeit“, sagt Anita Balz, „beginnt um 9.30 Uhr und geht bis zum Mittag. Es wird gekocht, was gerade da ist.“ Manchmal muss etwas zugekauft werden.

Im Freundes- und Bekanntenkreis hatte die 76-Jährige von der Suppenküche gehört. „Ich gehe jeden Sonntag in die Kirche. Es ist für mich ein Bedürfnis zu helfen“, begründet Anita Balz ihr Engagement. „Solange ich das gesundheitlich kann, werde ich das weitermachen.“

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Ein Armutszeugnis - ein Kommentar

Autor:

Sascha Ruczinski aus Schwelm

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