Eine Weihnachts (Markt) Geschichte… gute Verbindungen

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Außergewöhnlich ist wohl das Wort, das vielen durch den Kopf schießt, wenn sie auf dem Plakat des 3. Adventmarktes „Am Schellenberg“ als Teilnehmer die „Türkische Gemeinde“ entdecken.
Der ein oder andere ist erstaunt, dass Muslimische Mitbürger sich an einer Veranstaltung, die sich rund um ein christliches Fest dreht, beteiligen. Corbaci Kubilay sieht das ganz anders.
Es geht doch hier nicht darum, etwas zu vermischen oder einen Einheitsbrei zu erzielen. Hier geht es darum, sich gegenseitig zu unterstützen und füreinander da zu sein. Wir freuen uns ja auch, wenn wir auf unseren Veranstaltungen Unterstützung von außen bekommen, so Kubilay. Seit etwa 15 Jahren ist er jetzt im Vorstand der türkischen Gemeinde auf Schwerin tätig, deren Moschee vor allem von Menschen aus Castrop Mitte, Ober-Castrop und den anliegenden Dortmunder Randgebieten besucht wird. Auch ist er im Integrationsrat der Stadt und kennt sich wegen seiner Arbeit dort aus mit dem „Miteinander“ unterschiedlichster Menschen. So wie ich ihn bei dem Gespräch erlebe, ist er ein offener, geradliniger Mann, der nichts von diesem politisierenden Wischi-Waschi-Gerede hält. Als wir darauf zu sprechen kommen, dass einige unserer Bibelfiguren ja im Koran als Propheten genannt werden und das es der Nähe der Ursprungsländer unserer Religionen wegen sicher einige Verbindungen gibt, sagt er bestimmt, dass er kein Theologe sei und dass dies sicher nicht die Gründe sind an solch einer Veranstaltung teil zu nehmen. Hier geht es nicht um Besserwisserei, hier geht es um das wichtigste überhaupt, das Miteinander, das zusammen etwas auf die Beine stellen. Das Zwischenmenschliche sei es doch, was es ausmacht miteinander zu Leben.
Das ist eine ganz wichtige Sache, der Grund warum es einfach selbstverständlich sein sollte, sich gegenseitig unter die Arme zu greifen. Seine Worte kommen mit Nachdruck und ich freue mich darüber zu hören, dass seine Worte genau das ausdrücken, was die Menschen erreichen wollten, die die Idee zu diesem neuen Castroper Weihnachtsmarkt hatten.
Sachlich redet er weiter: „Als wir gefragt wurden ob wir uns vorstellen könnten etwas auf dem Adventsmarkt zu präsentieren, war uns sofort klar das wir das machen, da ging es nicht um ja oder nein, sondern nur darum, genug Man-Power zusammen zu bekommen. Da haben wir dann ein paar Mädels angesprochen, teilweise noch Schülerinnen, die sich regelmäßig treffen und so etwas sehr gern machen. So gibt es jetzt leckeres Türkisches Gebäck und raffinierte Etageren und Schalen aus Schallplatten am Schellenberg.
Naja und außergewöhnlich ist es insofern für uns nicht, da wir auch schon zu unseren Festen die ansässige Kirchengemeinde eingeladen haben um dort einen Stand zu betreiben.“
Ein tolles Beispiel an dem man sehen kann wie unkompliziert alles laufen kann und läuft, hat man doch mit dem „für einander da sein“ etwas wirklich richtig gemacht.
Es wäre schön wenn sich dieses Beispiel fortpflanzt und Zweifler an der Sache eines Besseren belehrt werden.
Auf die Frage ob Herr Kubilay noch etwas hat das er hier in diesem Artikel sagen möchte, antwortete er schlicht aber schön…. „Ich wünsche allen Christen, allen die Teilnehmen, allen da draußen, ein schönes und gesundes Weihnachtsfest und eine besinnliche Zeit, auf das alles gut geht!“
Diesen Worten noch etwas hinzuzufügen ist sicher nicht nötig. Ich kann nur eins sagen. Danke ….Teşekkürler!
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