Eröffnung der AWO-Kita Henrichenburg verschiebt sich um ein Jahr

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Noch geht es hier zur AWO-Kita Henrichenburg. Der Neubau soll nun voraussichtlich am 1. August 2017 den Betrieb aufnehmen. (Foto: Möhlmeier)

„Wir werden die Eröffnung um ein Jahr verschieben müssen“, erklärt Kerstin Schäfer, Fachbereichsleiterin für Kindergärten beim AWO-Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, wann die neue Kindertagesstätte an der Hedwig-Kiesekamp-Straße in Henrichenburg voraussichtlich den Betrieb aufnimmt. Ursprünglich hatte man bei der Arbeiterwohlfahrt auf eine Eröffnung am 1. August, zum Beginn des Kindergartenjahres, gehofft. Dies hatte Schäfer im November 2014 angekündigt, doch Unstimmigkeiten innerhalb der Politik und Proteste von Bürgern sorgten für zeitliche Verzögerungen.

Nachdem der Rat nun mit seinem Beschluss der Abrundungssatzung das Baurecht für den Neubau der Kita geschaffen hat (Stadtanzeiger vom 13. Februar), geht man bei der AWO davon aus, dass die Inbetriebnahme zum 1. August 2017 erfolgen kann.
Die Argumente einiger Bürger und Politiker gegen den neuen Standort, der einen Teil des ehemaligen katholischen Friedhofs mit einschließt, hat man bei der AWO zwar wahrgenommen, „aber es gab im Grunde keine Alternative“, sagt Schäfer. Das Gelände habe für einige Henrichenburger moralische und historische Bedeutung, „aber in diesen Prozess haben wir uns nicht hineinbegeben“. Die Fachbereichsleiterin erinnert zudem daran, dass das Areal des alten Kindergartengebäudes der Begrünung zur Verfügung gestellt werden solle. „Das ist so mit der Stadt besprochen.“ Wegen der Aussagen der Stadtverwaltung, dass der Friedhof entwidmet sei und dort seit den 1950er Jahren keine Beerdigung mehr stattgefunden habe, habe man sich auch ansonsten auf der rechtlich sicheren Seite gesehen.

Verzögerung bei den U3-Kindern

Die zwölfmonatige Verzögerung bringe Probleme für Eltern mit sich. „Da wir keine Betriebserlaubnis für die Betreuung von U3-Kinder haben, ist das für die Eltern schwierig, die sich auf den Termin in diesem Sommer verlassen hatten“, erläutert Schäfer. Denn mit dem Neubau der Kita soll bekanntlich eine Änderung der Gruppentypen einhergehen, so dass künftig auch U3-Kinder die Einrichtung besuchen können.
Deswegen habe man mit dem Jugendamt abgesprochen, dass die Kinder, die noch unter drei Jahren sind, bis März 2017 noch nach Beginn des Kindergartenjahres 2016/17 in die Kita aufgenommen werden können, sobald sie Geburtstag hatten. „Bis dahin müssen sich die Eltern ein bisschen gedulden“, so Schäfer.

Neue Kita wird barrierefrei

Die Fachbereichsleiterin widerspricht der Darstellung, dass die neue Kita nicht barrierefrei sein wird. „Jetzt sind wir noch integrativ, dann werden wir inklusiv sein“, erläutert Schäfer, dass man sich behinderten Kindern öffnen werde. Erd- und Obergeschoss des neuen Gebäudes würden neben einem Treppenhaus sowie einer Außentreppe als Fluchtweg auch mit einem Fahrstuhl verbunden sein. „Das gibt das Landesjugendamt vor“, sagt Schäfer über die Installation des Aufzugs.
Auch die Aussage, dass von vornherein nur eine Nutzung des Gebäudes als Kita von 20 Jahren geplant sei, dementiert sie. Der Mietvertrag mit der BIB Baackmann Immobilien und Bauträger GmbH werde über 30 Jahre laufen. Eine Vertragsverlängerung sei möglich. Nur wenn es dann vor Ort keine Kinder mehr geben sollte, „könnte das Gebäude als Wohnbebauung für Privatnutzung dienen“, sagt Schäfer. „Das baut der Investor, mit dem wir schon etliche Kitas umgesetzt haben, immer so.“
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