Flüchtlinge: Großnotunterkunft in Habinghorst steht wieder leer

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Leere und Stille herrscht zurzeit in der Großnotunterkunft auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände an der B235 in Habinghorst. Nachdem am 22. Januar die ersten etwa 90 Flüchtlinge in der Landeseinrichtung eingetroffen waren, sind sie am Freitagabend (5. Februar) wegen einer Unwetterwarnung in eine Notunterkunft nach Herten verlegt worden. „Sie kommen auch nicht wieder zurück“, sagte Michael Vaupel, Vorstand des DRK-Kreisverbands Recklinghausen, zu Wochenbeginn auf Stadtanzeiger-Nachfrage.

Das Sicherheitskonzept für die Großnotunterkunft sieht vor, dass die Zeltstadt ab Windstärke neun oder zehn geräumt werden muss. „Das können wir selbst entscheiden“, so Vaupel, und das hätte man aufgrund der Wettervorhersage spätestens am Montagmorgen (8. Februar) auch gemacht. Aber in diesem Fall habe die Bezirksregierung Münster bereits frühzeitig am Freitag beschlossen, die Flüchtlinge zu verlegen.

„Der Betrieb läuft jetzt mit einer Notbesetzung weiter“, erklärte Vaupel. Während manche DRK-Mitarbeiter Überstunden abbauen, Urlaub haben oder eine Fortbildung besuchen, kümmern sich andere darum, die Zeltstadt aufzuräumen und zu putzen, um auf Neuankömmlinge vorbereitet zu sein.
Seitdem die ersten etwa 90 Flüchtlinge in der Großnotunterkunft angekommen waren, sind der Landeseinrichtung keine weiteren Asylbewerber zugewiesen worden. Aber dass wieder Flüchtlinge in Habinghorst eintreffen werden, daran hat Vaupel keinen Zweifel. Wann aber weitere Menschen in der Zeltstadt an der B235 einquartiert und wie viele es sein werden, darüber hat Vaupel keine Informationen.

Letzte Überprüfung

In der vergangenen Woche hat auch die letzte Überprüfung der Unterkunft, die bisher für die Unterbringung von 500 Menschen freigegeben war, stattgefunden. „Wir haben zwar noch keine offizielle Mitteilung der Bezirksregierung Münster über die Freigabe erhalten, aber wir haben keinerlei Kritikpunkte mehr gehört.“ Daher geht Vaupel davon aus, dass die Zusage kommt und die Einrichtung nun wie geplant mit bis zu 1.000 Flüchtlingen belegt werden darf.
Noch besser gerüstet für neue Ankömmlinge ist die Unterkunft jetzt auch, da sie um zwei sogenannte Akropoliszelte – achteckige Zelte – erweitert wurde. „Wir haben gesagt, dass wir mehr Platz brauchen“, so Vaupel. In den beiden miteinander verbundenen Zelten werden ein Lagerraum und eine große Kleiderkammer eingerichtet.
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