Geplanter Häuserabriss: "Druck auf Vivawest ausüben"

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An der Stettiner Straße machten Mieter mit einem Infostand auf ihre Situation aufmerksam. Sie hoffen auch auf Unterstützung seitens der Politik. Foto: privat

„Keiner kann begreifen, was hier passiert“, sagt Mieter Volker Buckenleib. An der Stettiner Straße plant das zuständige Wohnungsunternehmen Vivawest, Häuser abreißen zu lassen. Die betroffenen Mieter bezweifeln, dass die Häuser wirklich abrissreif sind und haben sich deshalb zu einer Mieterinitiative zusammengeschlossen (der Stadtanzeiger berichtete). Jetzt wurden Unterschriften gesammelt. Rund 300 kamen beim ersten Aufschlag zusammen. Die Unterschriftenliste soll Vivawest übergeben werden.

„Wir möchten den öffentlichen Druck aufrechterhalten“, erklärt Buckenleib. Mit einem Stand an der Stettiner Straße machten die Mieter (insgesamt sind elf Parteien betroffen, von denen eine bereits ausgezogen ist) am Sonntag (31. Mai) auf ihre Situation aufmerksam – und sie stießen dabei auf großes Verständnis. „Es ist eine absolute Frechheit, was da passiert“, so die einhellige Meinung.
Kopfschütteln auch bei Vertretern von SPD und FWI, die am Sonntag vor Ort waren. „Es liegt einiges im Argen. Die Anwohner können einem leid tun“, sagte FWI-Fraktionschef Manfred Postel.

Was passiert mit den Grundstücken?

Bisher habe es Vivawest abgelehnt, Einsicht in das Gutachten zu gewähren, das den Häusern „gravierende Schäden“ attestiert. „Wenn die Standfestigkeit der Häuser wirklich nicht gewährleistet seien sollte, ist Gefahr im Verzug“, plädiert Postel für eine Einsichtnahme.
Auch im Hinblick auf die Frage, was mit den Grundstücken geschehen solle, wenn die Häuser abgerissen würden, fordert der FWI-Chef eine klare Aussage von Vivavest. Wie berichtet, wird an der Stettiner Straße spekuliert, dass es nicht um die Standsicherheit der Gebäude, sondern um die Vermarktung des Grundstücks geht.

"Politik muss grünes Licht geben"

Sollte Vivawest an der Stettiner Straße neu bauen wollen, muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Und hierfür muss die Politik grünes Licht geben, denn das Ganze muss durch die entsprechenden Ausschüsse. „Man kann also durchaus Druck ausüben“, erklärt Manfred Postel.
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 05.06.2015 | 21:28  
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