Grundschüler bauen einen Viertaktmotor zusammen

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Zusammen mit Kfz-Meister Emmo Kuhn bauen Schüler der Grundschule Alter Garten einen Viertaktmotor zusammen.

„Was ist das?“, fragen einige Kinder der Grundschule Alter Garten, als Emmo Kuhn einen halb zusammengebauten Viertaktmotor in einen Klassenraum schiebt. „Das ist ein Motor!“, antworten die acht Jungen der Technik-AG. Gemeinsam mit dem Kfz-Meister bauen sie ihn zurzeit zusammen und erfahren dabei, wie er funktioniert.

Noch bis Januar läuft die Technik-AG an der Henrichenburger Schule, die Emmo Kuhn, dessen Sohn Marvin die Schule besucht, seit diesem Sommer betreut. Dann soll der von der Firma Matena in Recklinghausen gestiftete Motor, den der Kfz-Meister vorher komplett auseinander genommen hat, wieder zusammengesetzt sein.
Bis dahin liegt allerdings noch Arbeit vor ihm und seinen acht Helfern, die in die dritte und vierte Klasse der Grundschule Alter Garten gehen. Jeweils mittwochs bauen die Jungen ein weiteres Stück des Viertaktmotors ein, der einst einen Opel antrieb.
Nach Ölpumpe und Zylinderkopf steht diesmal der Einbau des Zahnriemens auf dem Programm. Doch zuvor fragt Emmo Kuhn noch einmal ein paar Kenntnisse ab. „Wie heißt die Welle hier oben?“ „Nockenwelle!“, antworten die Jungen. „Und die hier unten?“, will Kuhn wissen. „Kurbelwelle!“
Das klappt ja gut! Dann können die Schüler jetzt die gezahnten Riemenscheiben festschrauben. Danach folgt der Zahnriemen.
Im Anschluss können die Jungen das Ergebnis ihrer Arbeit in Augenschein nehmen. Denn Emmo Kuhn hat die Riemenscheiben je zur Hälfte rot bemalt, und als er den Motor startet, können die Jungen erkennen, dass sich die Kurbelwelle doppelt so schnell dreht wie die Nockenwelle.
Der Kfz-Meister versucht, den acht Kindern so gut wie möglich zu erläutern, wie ein Automotor funktioniert. Mit seinem Angebot sorgt er für viel Begeisterung bei den Grundschülern. „Das ist eine supergeile AG“, sagt der neunjährige Noel. Die vielen Erklärungen von Emmo Kuhn gefallen ihm gut, auch wenn er zugibt, dass ein Motor ein mehr als kompliziertes Gebilde ist.
Das Basteln und Schrauben an dem Motor hat es Dustin (10) angetan. „Technik ist mein Lieblingsfach“, erzählt er. Der elfjährige Marcel dagegen hofft, dass er mit seinen neu gewonnenen technischen Kenntnissen helfen kann, falls das Auto seiner Eltern mal kaputt gehen sollte.
Viele Motorteile haben die acht Jungen der Technik-AG schon zusammengebaut. Einige fehlen jedoch noch – darunter Zündkerzen, Ölstab und Ölwanne –, bis sie den Motor in Betrieb nehmen können. Im Januar soll es soweit sein.
„Wenn wir dann den Motor laufen lassen, werden es alle in der Schule hören. Denn da die Außenverkleidung fehlt, wird es richtig Krach machen“, kündigt Emmo Kuhn an.
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