Habinghorst: Flüchtlinge noch nicht eingetroffen

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Noch immer gibt es keinen genauen Termin, wann die Großnotunterkunft auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände in Habinghorst in Betrieb genommen wird. Letzter Stand von Bezirksregierung Münster, Stadtverwaltung und DRK ist der 11. Januar, wobei Michael Vaupel, Vorstand des DRK-Kreisverbands Recklinghausen, eher vom 18. Januar ausgeht.

Über den endgültigen Bezugstermin bestimmten Bezirksregierung und DRK gemeinsam, erläutert Vaupel. Vorab werde die Unterkunft von den zuständigen Behörden, wie Ordnungsamt, Feuerwehr, Bezirksregierung und DRK, abgenommen.
Wann die ersten Flüchtlinge einträfen, stehe noch nicht fest, so Sigrun Ritt­rich, Pressesprecherin der Bezirksregierung Münster. „Landesweit gibt es zurzeit viele Tausende Plätze, die unbesetzt sind.“ Gegenüber Oktober kämen weniger Flüchtlinge, „aber nach wie vor sind viele unterwegs“. Es müssten daher Plätze vorgehalten werden, um Obdachlosigkeit zu verhindern, erläutert Rittrich.

Ursprünglicher Termin im Dezember

Ursprünglich war die Inbetriebnahme in Habinghorst für den 7. oder den 14. Dezember geplant gewesen, scheiterte aber unter anderem daran, dass die vorgesehene Asphaltierung der Hauptachsen auf dem Gelände aufgrund der Wetterbedingungen nicht möglich war. „Die Asphaltierung ist jetzt fast komplett“, so Vaupel. Nur kleine Teilbereiche fehlten noch, die in der ersten Januarwoche erledigt werden sollten.
Auch der zweite, innere Zaun ist fast fertiggestellt. Die Schlafkabinen wurden mit einer zweiten Innenwand versehen, um die Bewohner besser vor Zugluft zu schützen. Noch direkt vor dem Jahreswechsel sollten die Sanitärcontainer an ihren Eingängen einen Vorbau als zusätzlichen Sichtschutz erhalten, so Vaupel.
Danach gelte es, noch kleinere organisatorische Aufgaben zu erledigen. „So müssen Tüten, zum Beispiel mit Waschzeug, gepackt und bereitgestellt werden.“

Auf Anzahl keinen Einfluss

Für bis zu 1.000 Flüchtlinge ist die Großnotunterkunft gedacht. Darauf, wie viele am ersten Tag eintreffen werden, „haben wir keinen Einfluss“, so Vaupel. „Wenn es unregistrierte Flüchtlinge sind, wird es aber bei mehr als 100 bis 150 pro Tag organisatorisch schwierig.“ Denn sie müssten zunächst medizinisch untersucht und danach registriert werden.
Wie Vaupel erklärt, werden in Landeseinrichtungen wie der Habinghorster Großnotunterkunft aber auch registrierte Flüchtlinge aufgenommen, zum Beispiel aus anderen Bundesländern.
Zwischen Weihnachten und Neujahr seien der Stadt keine neuen registrierten Flüchtlinge zugewiesen worden, so Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi. „Darüber waren wir vorher informiert.“ Zuvor seien es 50 bis 60 pro Woche gewesen. Die ersten Flüchtlinge kämen wieder in der ersten Januarwoche. „Dazu, ob es bei der Menge bleibt, haben wir keine Information.“
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Wolfgang Höffchen aus Castrop-Rauxel | 05.01.2016 | 09:32  
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