Harkortschule: Investoren von Entscheidung der Stadt überrascht

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Die ehemalige Harkortschule bleibt nun zunächst doch in städtischer Hand.

„Von unserem Gespräch mit dem Bürgermeister sind wir sehr überrascht worden“, sagt Rudi Bork, der mit Ralf Sprave, Inhaber der Ambulanten Pflege Sprave, ein generationenübergreifendes Wohnprojekt in der ehemaligen Harkortschule geplant hatte. Wie berichtet, wird die Stadt das Gebäude nun aber zunächst selbst nutzen.

Erst vor wenigen Wochen hatten Bork, Pastor der christlichen Gemeinde Go-In in Merklinde, und Sprave ihre Pläne vorgestellt. Noch stand jedoch ein Gespräch mit der Stadtverwaltung aus. „Es ist uns vor Weihnachten für Januar in Aussicht gestellt worden. Wir haben gewartet, aber bis vergangene Woche hat es nicht stattgefunden“, schildert Rudi Bork seine Sicht der Dinge.
Kurzfristig seien sie dann am Donnerstag (12. März) zu einem Gespräch bei Bürgermeister Johannes Beisenherz eingeladen worden. „Wir sind davon ausgegangen, dass wir dabei die finanziellen Dinge klären können“, sagt Bork. Doch es sei anders gekommen. „Man hat uns gefragt, ob wir eine unmittelbare Zusage machen können.“ Als Bork und Sprave erklärt hätten, dass sie noch zwei, drei Wochen bräuchten, um die Verhandlungen mit den Banken abzuschließen, „hieß es, das sei nicht mehr möglich“.
Rudi Bork wundert sich über die Pläne der Stadt für die ehemalige Schule, die unter anderem die Einrichtung einer Kita-Gruppe vorsehen. „Bei unseren ersten Gesprächen vor eineinhalb Jahren haben wir eine Kita-Gruppe vorgeschlagen“, erinnert er sich. „Von Seiten der Verwaltung hieß es, dass dafür keine Notwendigkeit im Süden der Stadt bestehe.“
Auch habe man damals angeboten, die Turnhalle zu erhalten, die nach den Planungen der Stadt nun weiterhin für den Übungsbetrieb genutzt werden soll. Dies habe die Stadt ebenfalls als nicht notwendig angesehen.
Ihre Pläne wollen Bork und Sprave trotzdem realisieren. „Sie sind viel zu weit fortgeschritten, um sie auf Eis zu legen.“ Bork ist zuversichtlich, dass die Finanzierung des Wohnprojektes in wenigen Wochen stehen wird. Dann wolle man es zügig umsetzen – möglicherweise aber nicht auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet. „Wir sind nicht an Castrop-Rauxel gebunden“, erklärt Bork. So gebe es etwa in Dortmund-Bövinghausen ein Grundstück, auf dem man das Projekt als Neubau verwirklichen könne.
„Wir haben den Gesprächsfaden mit der Stadt nicht abreißen lassen“, zeigt sich Bork weiterhin gesprächsbereit. Auch habe man im Gespräch mit Johannes Beisenherz erklärt, dass man in der Harkortschule eine Kita-Gruppe sowie Räumlichkeiten für den Sprachunterricht für Flüchtlinge miteinbeziehen könne. „Wir hatten aber den Eindruck, dass die Stadt daran kein Interesse hat“, so Bork. Zudem bedauert er es, dass die Verwaltung ihm und Ralf Sprave keine alternativen Räumlichkeiten oder Grundstücke für ihr Wohnprojekt vorgeschlagen hätte.
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