Hilfe für Taifun-Opfer

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Insgesamt vier xxl-Pakete, hauptsächlich mit Kleidung bestückt, wird Adela Felden verschicken.

Seit Taifun Haiyan Verwüstung, Not und Elend über die Philippinen brachte, erreichen uns täglich neue Bilder über das Ausmaß der Katastrophe. Laut UN sind rund zwölf Millionen Menschen von dem Tropensturm betroffen. 4.460 Menschen fielen bisher dem Taifun zum Opfer. Und auch in Castrop-Rauxel bangen Menschen um ihre Familien. Eine von ihnen ist Adela Felden.

„Ich war entsetzt, als ich die ersten Bilder der Katastrophe im Fernsehen sah“, sagt die von den Philippinen stammende Castrop-Rauxelerin. „Mein Mann und ich waren sehr traurig, als wir gesehen haben, was der Taifun angerichtet hat“, berichtet Adela Felden. Ihre eigene Familie, die im Norden des Landes wohnt, blieb verschont. Unter den Betroffenen sind jedoch Angehörige ihrer Schwägerin. „Ich hoffe sehr, dass den Menschen auf den Philippinen schnell geholfen werden kann. Dass Gelder dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Denn es gibt eine Menge Korruption in meinem Heimatland“, berichtet die Rentnerin. Sie selbst packt seit Tagen riesige Pakete mit Kleidung und Lebensmitteln, die sie auf eigene Kosten auf die Philippinen schicken möchte.

Doch wie können auch andere Castrop-Rauxeler Bürger der notleidenden Bevölkerung in den zerstörten Gebieten helfen? „Von Deutschland aus spendet man am besten Geld an eines der großen Aktionsbündnisse“, rät Mediziner Michael Greef. Der Mitbegründer des Castrop-Rauxeler Fluthilfevereins war nach der Tsunami-Katastrophe 2004 in Südasien. „Das Waisenhaus auf Sri Lanka , welches wir damals mit den Spendengeldern finanziert haben, gibt es heute immer noch. Da es dort aber keine Waisen der Flutkatastrophe mehr gibt, wird es heute als Heim für Mädchen und Jungen aus schwierigen Verhältnissen genutzt“, berichtet Greef.

Ein derartiges Castrop-Rauxeler Hilfsprojekt sei jedoch für die Philippinen nicht in Planung. Michael Greef: „Heute gibt es sehr viele große Aktionsbündnisse, die es damals noch nicht gab. Es hat sich sehr viel Positives in dieser Richtung getan. Wir Ärzte rufen jedoch auf, für eine der zahlreichen großen Organisationen zu spenden.“
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