Hohlräume an der Recklinghauser Straße verfüllt

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Hohlräume entdeckte der Landesbetrieb Straßenbau NRW unterhalb der Fahrbahn der Recklinghauser Straße. Wie berichtet, hatte Straßen.NRW seit Ende Januar Erkundungsbohrungen zwischen Vincke- und Lerchenstraße durchgeführt, nachdem Anfang Dezember 2015 ein 16-jähriger Jugendlicher nach einem Tagesbruch an der Bushaltestelle Lerchenstraße in ein Loch gefallen war. Seit Mitte dieser Woche sind die Arbeiten abgeschlossen und die Hohlräume verfüllt.

„45 Tonnen Material haben wir in die Erde gepumpt“, erklärt Peter Beiske, Medienbeauftragter von Straßen.NRW, auf Stadtanzeiger-Nachfrage. Von einigen Hohlräumen unterhalb der Fahrbahn spricht er. „Das waren aber keine Riesenhallen oder -gänge.“ Nach der Verfüllung gehe man nun davon aus, dass der Untergrund verfestigt sei. „Unsere Kolonnen fahren aber natürlich die Straße entlang und werden den Bereich im Auge behalten“, so Beiske.
Bei den Erkundungsbohrungen habe es sich um umfangreiche Untersuchungen gehandelt. „Wir haben über eine große Fläche gebohrt, auf der Straße und auch in der Bushaltestelle“, erläutert Beiske. Auf diese Art und Weise wollte man feststellen, wo die Hohlräume verlaufen, um ihr Gebiet einzugrenzen. „Sie wurden so verfüllt, dass auch Bereiche unterhalb des Gehwegs gesichert sind.“ Daher müsse die Stadt, die ja bereits Anfang Dezember den Tagesbruch an der Bushaltestelle verfüllt hatte, nicht mehr eingreifen, so Beiske.

Bombeneinschlag während des Krieges

Als Ursache für die nun entdeckten Hohlräume vermutet man bei Straßen.NRW einen Bombeneinschlag, den es während des Zweiten Weltkriegs in unmittelbarer Nähe der Recklinghauser Straße, unter der eine Stollenanlage verlief, gegeben haben soll. „Wahrscheinlich wurde der Stollen größtenteils zerstört, und dann hat man ihn, wenn überhaupt, weiter zugeschüttet“, schildert Beiske, was wahrscheinlich geschah, bevor man vor Jahrzehnten die Straße wieder instand setzte.
Die Kosten für die jetzt erfolgte Verfüllung der im Laufe der Zeit aufgetretenen Hohlräume trägt der Landesbetrieb.
Die Baustelle hat Straßen.NRW mit Abschluss der Arbeiten abgeräumt. „Der Bereich des Gehwegs und der Bushaltestelle, wo das Bohrgerät lagerte, ist aber noch nicht wieder hergestellt. Das folgt in den nächsten Tagen“, kündigt Beiske an.
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