Immer mehr Müll in Friedhofsnähe

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Erst stand der Kühlschrank am Parkplatz, später an einer Einfahrt und dann verschwand er von der Bildfläche. Doch der restliche Müll bleibt, weiß Michael Jordan.Foto: Thiele

Dämmplattenreste, Folien, Flaschen, ein Kühlschrank, wucherndes Unkraut: Der Parkplatz am katholischen Friedhof an der Marienstraße wird mehr und mehr zum Schandfleck.

„Es fing an, als bei Herbststürmen vom Neubaugebiet aus Dämmplatten und andere Dinge wegflogen und zum Parkplatz rüberwehten“, sagt Michael Jordan. Der Müll blieb im Bereich eines Telefonmasts liegen. Was folgte, war eine Art Kettenreaktion. „Die Leute sehen den Müll und schmeißen ihren dazu. Es wird von Tag zu Tag mehr“, ärgert sich der 42-Jährige. Zudem werde der Parkplatz als Open-Air-WC genutzt.

Alles, was sich im eingezäunten Bereich befände, sei „schön sauber. Aber drumherum sieht es schlimm aus.“ Hier werde alles entsorgt, was man unterwegs dabei habe. Und nicht nur das: Vor wenigen Tagen stellte jemand kurzerhand seinen ausgedienten Kühlschrank ab.

Anfangs seien Mitarbeiter des EUV und des Ordnungsamtes vorbeigekommen, um sich ein Bild zu machen. „Passiert ist aber offenbar nichts. Es sieht so aus, als würde sich kein Mensch drum kümmern“, sagt Jordan. So mancher Anwohner habe schon resigniert, weiß er.

Der Parkplatz liege im Zuständigkeitsbereich der Stadt, bestätigt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi auf Stadtanzeiger-Nachfrage. Mitarbeiter würden sich jetzt erneut vor Ort umsehen. Und nicht nur Michael Jordan hofft, dass endlich etwas gegen die Müllentsorgung unternommen wird.
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