Investoren für den Altstadt-Bunker?

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Wird der Bunker an der Lönsstraße bemalt?

Eine Investorengruppe soll am Bunker an der Lönsstraße interessiert sein. Dies erfuhr Sigurd M. Schulz von Design Art Solar Ruhrgebiet, als er zwei weitere Entwürfe für die Wandgestaltung des Bunkers im Kunst- und Gestaltungsbeirat vorstellte.

Wie berichtet, plant Schulz, die Frontseite des Gebäudes mit einem Kunstwerk zu versehen. Ob die Bemalung kommen wird, hängt aus Schulz‘ Sicht auch von den potentiellen Investoren ab. Denn falls eine neue Nutzung des Bunkers dazu führen sollte, dass das Graffiti nur einige Monate Bestand haben sollte, kann er sich die Umsetzung des Projekts nicht vorstellen. „Dass Sponsoren und Spender unter diesen Umständen in die Bemalung investieren, kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.“
Vor dem Frühjahr kann Schulz wetterbedingt allerdings eh nicht beginnen. Bis Januar oder Februar hofft er nun auf eine konkrete Entscheidung, damit er sich dann um die Finanzierung durch Sponsoren- und Spendengelder kümmern kann.
Den Mitgliedern des Kunst- und Gestaltungsbeirats hat Schulz mittlerweile zwei weitere Entwürfe mit zurückgenommenen Farben präsentiert. Einen im Kandinsky-Stil, der andere wurde von der Geschichte des Bunkers inspiriert. „Ich habe die Begriffe Angst, Schutz, Zukunft und Hoffnung in vier Farben dargestellt“, sagt Schulz über den Entwurf, der die größere Zustimmung des Beirats bekommen habe. „Es geht vom Grauen ins Hellblaue, und das Gebäude wird mit farblichen Bändern überspannt“, verrät er erste Details der möglichen Bemalung.

Öffentliche Beteiligung?

Schulz schwebt vor, alle drei Entwürfe der Öffentlichkeit vorzustellen und die Bürger darüber entscheiden zu lassen. „Das möchte der Beirat aber nicht.“
Wie der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt auf Stadtanzeiger-Nachfrage erläutert, sei noch nicht geklärt, ob es eine breite Bürgerbeteiligung geben werde. Zunächst wird er kurz über das Projekt während der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag (19. November) berichten. „Die Entscheidung sollte von der Politik mitgetragen werden.“ Ein Beschluss werde dann aber erst im nächsten Jahr erfolgen, so Dobrindt.
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