Kohle satt in "Castropia"

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Haben „Castropia“ schon fest im Blick: Doris Spangenberg (v.l.), Rainer Lümmen, Cordula Idczak und Andrea Collet.

Im Gegensatz zu unserer Stadt ist „Castropia“ finanziell auf Rosen gebettet. Hier gibt‘s Kohle satt. Und sollte der städtische Haushalt doch mal in Schieflage geraten, können „Cassos“ nachgedruckt werden. Das wird dann vermutlich der Rat der Stadt entscheiden. Und zwar in der ersten Ferienwoche, wenn 150 junge Castrop-Rauxeler in der Casterix-KinderSpielStadt „Castropia“ im Parkbad Süd das Sagen haben.

Bank, Müllabfuhr, Zeitung, Kino, Arbeitsamt, Gärtnerei, Schreinerei, Reisebüro, Krankenhaus, Post, Schneiderei und, und, und: In „Castropia“ gibt es rund 30 Betriebe und Einrichtungen, in denen die Kinder auch „arbeiten“ können. Das wird natürlich entlohnt. Und zwar mit „Cassos“. „Es gibt einen Einheitslohn von zehn Cassos pro Stunde“, verrät Doris Spangenberg vom Team Jugendarbeit. Sie war, wie einige ihrer Kollegen, auch schon vor 17 Jahren in der KinderSpielStadt Bad Rauxelbrunn an der Emsch aktiv. „Es war ein Megaaufwand, aber ich fand es so toll und habe allen immer wieder in den Ohren gelegen und gesagt: ‚Lasst uns das nochmal machen‘“, lächelt sie.


Jetzt ist es soweit. Und beim Gespräch mit den Mitarbeitern vom Team Jugendarbeit wird schnell klar: Eine KinderSpielStadt fasziniert auch die Erwachsenen. „Es ist eine supertolle Spielidee, die nie alt wird“, meint Andrea Collet. „Wenn es einmal angelaufen ist, entsteht eine Eigendynamik. Die Kinder entwickeln viele Ideen, an die wir Erwachsenen nicht gedacht hätten.“
In Bad Rauxelbrunn gab es beispielsweise einen Streik, eine Bombendrohung und einen Banküberfall.

„Die Grundstrukturen der KinderSpielStadt sind vorgegeben. Aber es sind die Kinder, die das Geschehen bestimmen und die Stadt mit Leben füllen“, sagt Rainer Lümmen.

Einen Bürgermeister wird „Castropia“ auch haben. Mögliche Kandidaten können sich am ersten Tag in eine Liste eintragen. Und müssen dann „auf Stimmenfang“ gehen und Werbung in eigener Sache machen. Da könnte doch beispielsweise die Werbeagentur in „Castropia“ helfen. An welcher Straße sie wohl liegen mag? Vielleicht ja am Traforing. Oder doch an der Froschallee?

Wenn die KinderSpielStadt am Montag (29. Juni) ihre Türen öffnet, liegt bereits jede Menge Arbeit hinter den beteiligten Erwachsenen. „Seit November liefen die Planungen“, sagt Rainer Lümmen. Er weiß: „Natürlich ist der Aufwand bei einem solchen Projekt größer.“ Rund 40 Erwachsene sind involviert.
„Ab Mittwoch wird aufgebaut. Dann lassen wir uns überraschen, was die Kinder für Ideen mitbringen“, lächelt Doris Spangenberg.
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