Lebensmittel reichen noch / Tafel bemerkt steigende Nachfrage durch Flüchtlinge

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Aufnahmestopps haben Tafeln einzelner Städte mittlerweile verhängt. Denn durch die zunehmende Zahl an Flüchtlingen wird auch die Nachfrage nach günstigen Lebensmitteln immer größer – eine Nachfrage, der manche Tafeln nun nicht mehr ausreichend nachkommen können. In Castrop-Rauxel dagegen kommt es bisher noch nicht zu einer Lebensmittelknappheit.

„Noch ist es handle-bar“, sagt Silvia Engemann vom Caritasverband Castrop-Rauxel. Doch auch hier bemerken die Ehrenamtlichen an den Ausgabestellen eine steigende Nachfrage. „Die Ausgabe der Ausweise nimmt zu“, so Engemann. Denn alle Flüchtlinge, die nicht in einer Unterkunft leben, in der sie mit Nahrung versorgt würden, hätten ein Anrecht darauf, die Tafel zu nutzen. „Aber es ist ein freiwilliges Angebot, das nicht jeder wahrnimmt“, erklärt Engemann.
Nichtsdestotrotz bedeutet die größere Nachfrage nach Lebensmitteln, dass jetzt jeder Tafelkunde etwas weniger erhält als früher. „Wir bekommen ja nicht mehr Spenden, weil mehr Leute zu uns kommen“, sagt Engemann, glaubt aber, dass sich Angebot und Nachfrage jeweils vor Ort an den Ausgabestellen regulieren.

Fünf Ausgabestellen im Stadtgebiet

Sie sieht die Versorgung im Stadtgebiet weiterhin gut aufgestellt. Wie berichtet, hat die Caritas für die Flüchtlinge in der Merklinder Harkortsiedlung im Sommer eine Extra-Ausgabestelle in der Marienschule eingerichtet. Hierfür seien auch neue Ehrenamtliche angeworben worden, so Engemann.
Darüber hinaus gibt es vier weitere Ausgabestellen der Tafel in Deininghausen, Ickern, Rauxel und in der Altstadt, an denen an fünf Terminen pro Woche Lebensmittel ausgegeben werden. „Von der Vördestraße aus kommen Flüchtlinge nach Rauxel.“
Eine wesentliche Ausweitung des Angebots wäre jedoch logistisch nicht machbar, erklärt Engemann. „Wir haben einen Pkw und einen Kühltransporter. Die sind nur endlich einsetzbar.“
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