„Man wird selbst zum Kind“: Spielwaren Schnettelker feiert 150-jähriges Bestehen

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150 Jahre Schnettelker feiern Elsbeth Schnettelker (M.) und ihre Mitarbeiterinnen. Foto: Thiele
„Mit der Zeit gehen, sich immer wieder wechselnden Bedingungen anpassen und sich auf die Wünsche der Kunden einstellen.“ So beschreibt Geschäftsinhaberin Elsbeth Schnettelker das Erfolgsrezept von Spielwaren Schnettelker. Im Mai 1864 als Gemischtwarenhandel gegründet, feiert der Familienbetrieb in dieser Woche (12. bis zum 17. Mai) das 150-jährige Bestehen.

Der Name Schnettelker ist aus Castrop-Rauxel kaum wegzudenken und steht für einen Familienbetrieb mit einer Geschichte, wie sie wechselvoller kaum sein könnte. 1864 von Friedrich Schnettelker als Gemischtwarenhandlung gegründet, wurde das Geschäft 1889 von dessen Sohn Fritz Schnettelker übernommen und zu einem Fachhandel für Farben, Lacke, Tapeten, Glas und Bodenbeläge erweitert.
Den dritten großen Wandel des Sortiments erlebte die jetzige Geschäftsinhaberin, Elsbeth Schnettelker, selbst mit. Seit 1966 führt sie das Geschäft, das sie von ihrer Mutter Else übernahm. 1975 wurde das Geschäft Schnettelker zu Spielwaren Schnettelker. „Ruth Kirsch hatte damals ein Geschäft für Spielwaren und Porzellan direkt nebenan“, erinnert sich die heute 73-Jährige. Als Kirsch in den Ruhestand gegangen sei, habe man ihren Bestand und zugleich die Mitarbeiterin übernommen, die für die Spielwarenabteilung bei Kirsch zuständig war. „Sie kannte sich bestens aus, was den Sortimentswechsel für uns vereinfacht hat“, berichtet Schnettelker.
Dass man auch als reines Spielwarengeschäft einem stetigen Wandel unterworfen ist und sich den wechselnden Trends und sich verändernden Kundenwünschen anpassen muss, kann ihre Mitarbeiterin, die stellvertetende Geschäftsführerin Susanne Kirchhoff, bestätigen. Seit 26 Jahren ist sie im Geschäft tätig. „Anfangs hatten wir viele Brettspiele“, erinnert sie sich. Dann sei das Angebot zunehmend elektronischer geworden, bis irgendwann der Media Markt nach Castrop-Rauxel gezogen und die Konkurrenz zu groß geworden sei. Wieder gab es Veränderungen.
„Dass es nie langweilig wird, ist aber auch das Schöne an diesem Beruf“, lacht die 46-Jährige. „Jedes Mal, wenn ein neues Spielzeug geliefert wird und man es auspacken darf, wird man selbst wieder zum Kind. Und dann auch noch die Begeisterung der Kinder im Geschäft mitzuerleben, ist einfach nur toll.“
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