Marktstände am "Boulevard": Diskussion über den Wochenmarkt beim ersten Jour-fixe-Termin

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Drei von ursprünglich sechs alten Leuchten (l.) im Bereich Targobank und Tchibo werden noch entfernt. Drei der vier neuen Leuchten (r.) wurden bisher installiert.

Weniger oder keine Stände am Simon-Cohen-Platz und dafür eine Ausweitung des Altstadt-Wochenmarkts auf den „Boulevard“ – so lautet das Ergebnis des ersten Jour fixe am Donnerstag (22. Juni).

Vertreter von EUV, Stadtverwaltung, Feuerwehr, Politik, Marktbeschickern sowie Kaufmannschaft hatten sich getroffen, um über den seit dem 1. April regulär in der Fußgängerzone stattfindenden Markt zu sprechen.
„Es gibt den gemeinsamen Wunsch, die Situation am Simon-Cohen-Platz zu entzerren, und den Markt so zu gestalten, dass der Platz vielleicht nicht mehr gebraucht wird“, erläuterte Dezernent Michael Eckhardt während des anschließenden Pressegesprächs. Dies solle im Rahmen der Flächen geschehen, die per Ratsbeschluss festgelegt worden seien.
Nils Bettinger (FDP) ergänzte die Überlegung um den Aspekt, auch eine der Parkplatzreihen auf dem Altstadtmarkt für den Wochenmarkt so zu nutzen, „dass der Reiterbrunnen bespielbar“ sei. Dazu müssten wohl die Behindertenparkplätze temporär verlegt werden.

"Brandschutz ganz gut im Griff"

Das Thema Brandschutz habe man ganz gut im Griff, sagte Eckhardt. Das sei beim Markt kein spezifischeres Problem als bei Veranstaltungen. „Und wenn die Leuchten weg sind, haben wir auch mehr Spielraum.“
Noch sind jedoch von den sechs Leuchten zwischen Targobank und Tchibo drei vorhanden, und nur drei von vier neuen wurden installiert. „Westnetz arbeitet da mit Unterauftragnehmern“, sagte EUV-Chef Michael Werner zu den Arbeiten, die am 6. Juni begannen. Zudem könne nur an den marktfreien Tagen gearbeitet werden.
Was die Platzierung der Marktstände in diesem Bereich angehe, "achtet die Feuerwehr darauf, dass es funktioniert“, so Werner.
Ingo Boxhammer (Linke) begrüßte, dass die Situation der Kabelbrücken an den Markttagen entschärft wurde. Die geplanten drei Verteilerstationen in der Fußgängerzone sind aber noch nicht installiert. „Dafür hat Westnetz den Auftrag bekommen“, sagte Werner.

"Auch die Anwohner anhören"

Notburga Henke (Grüne) forderte, auch die Meinung der Anwohner der Fußgängerzone anzuhören. Das könnte beim nächsten Jour fixe der Fall sein, der nach der Sommerpause stattfinden soll. Wie Werner erklärte, solle es dann eine andere Zusammensetzung der Beteiligten geben, so dass auch Anwohner dabei sein könnten.
Ein dritter Termin ist für den Herbst angedacht. Insgesamt dauert die Evaluierungsphase zum Standort des Wochenmarkts in der Fußgängerzone ein Jahr.
Kein Thema beim ersten Jour fixe war entgegen der Aussage von Bürgermeister Rajko Kravanja in der vergangenen Ratssitzung die Frage, wie die Infostände der Parteien während des Bundestagswahlkampfs platziert werden. Wie Eckhardt und Werner versicherten, werde es dazu einen gesonderten Termin mit den Parteien geben.
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