"Mehr Einbrecher dingfest machen"

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Auch in unserer Stadt ist die Zahl der Einbrüche angestiegen. Foto: Petra Bork/pixelio.de

Die Zahl der Einbrüche steigt in vielen Ruhrgebietsstädten stetig an. Sowohl der gesamte Kreis Recklinghausen als auch die Stadt Castrop-Rauxel bilden da keine Ausnahme. Im Gespräch mit dem Stadtanzeiger erklärt Ulrich Bauer von der Kreispolizei Recklinghausen, wie die eigenen vier Wände vor Einbrechern geschützt werden können.

In unserer Stadt stieg die Zahl der Einbrüche von 161 (Jahr 2011) auf 215 (Jahr 2012) an. „Nach wie vor hebeln viele Täter einfach die Fenster auf und verschaffen sich so Zutritt zu Häusern und Wohnungen“, berichtet der Kriminalhauptkommissar.
Zudem hätten Einbrecher mit alten Türen, die nur über eine Verriegelung verfügten, leichtes Spiel.

Um sein Heim vor Einbrechern zu schützen, rät der Experte grundsätzlich dazu, beim Verlassen des Hauses die Fenster zu schließen. Auch sollten Bewohner immer die Haustür abschließen. „Zudem hilft modernste Sicherheitstechnik, die Fenster bedeutend sicherer zu machen. Viele Täter geben auf, wenn sie merken, dass die Fenster oder Türen besonders gesichert sind“, so Ulrich Bauer.

Sei man unterwegs, könne man mit Lichtschaltgeräten den Eindruck erwecken, jemand sei im Haus. Denn was viele nicht wüssten: Kaum ein Einbrecher würde sich nachts an Häusern oder Wohnungen zu schaffen machen. „In der Stille fällt jedes noch so kleine Geräusch auf. Das Risiko, gefasst zu werden, wäre da für die Einbrecher zu groß“, so Bauer.

Wichtig sei es, auch immer ein Auge auf die Häuser in der Nachbarschaft zu halten. „Unbekannte Personen, die sich an einem Haus oder an Wohnungen zu schaffen machen, sollte man umgehend bei der Polizei melden. Bloß nicht den Helden spielen und selbst nach dem Rechten sehen“, warnt der Polizist.
Das Gleiche rät er bei der eigenen Wohnung. „Kommt man nach Hause und bemerkt, dass sich Jemand im Inneren aufhält, sofort die 110 wählen und sich in Sicherheit bringen.“

Die gute Verkehrsanbindung im Ruhrgebiet macht der Kommissar unter anderem für den Anstieg der Einbrüche verantwortlich. Täterbanden, die teilweise aus dem Ausland kämen, würden so direkt nach dem Einbruch über die Autobahn verschwinden.

Mit Aktionen wie „Riegel vor“ versucht das NRW-Innenministerium den Tätern das Leben schwer zu machen. „Die nächste Schwerpunktaktion findet Ende November statt. Dann werden wir von der Polizei verstärkt Verkehrskontrollen und sogar Hausdurchsuchungen durchführen. Wir würden gerne mehr Einbrecher dingfest machen“, so Bauer.

Die „Schutzgemeinschaft Recklinghausen“ steht am Samstag (26. Oktober) von 9.30 bis 14 Uhr auf dem Altstadtmarkt am Reiterbrunnen und berät Bürger zum Thema Einbruchschutz.
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