Mutmaßliche IS-Kämpfer: PC sichergestellt

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Nach wie vor ist nicht klar, ob die Castrop-Rauxeler Zwillingsbrüder Mark und Kevin K. als Terroristen im Auftrag der Organisation Islamischer Staat (IS) an Selbstmordattentaten im Irak beteiligt waren.

Wie Sonja Frodermann, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Dortmund, jetzt bekannt gab, ist bereits am Dienstag (26. Mai) die Wohnung der Mutter, die letzte Meldeadresse der Brüder in Castrop-Rauxel, durchsucht worden. „Dabei ist ein PC sichergestellt worden, der noch ausgewertet werden soll.“ Aktuelle Informationen könnten sich allerdings nicht darauf befinden, da Mark und Kevin K. bereits im August 2014 in die Türkei ausgereist seien.
Weiterhin sei offen, inwieweit der Bericht im IS-Propagandamagazin „Dabiq“ den Tatsachen entspreche. Frodermann glaubt nicht, dass es zeitnah weitere Erkenntnisse geben werde. „Wir haben sehr begrenzte Mittel, im irakischen Bürgerkrieg zu ermitteln.“
Auch sei noch etwas unklar, welcher der beiden Brüder derjenige sei, der laut „Dabiq“ unter dem Namen Abu Mu‘sab al-Almani den Lkw mit den Sprengkörpern gesteuert habe, um damit im vergangenen Monat die Kommandozentrale einer Militärbasis nahe Bagdad zu zerstören.
Bestätigen konnte Frodermann nun allerdings, dass Mark K., der zunächst eine Ausbildung gemacht hatte, während seiner Zeit bei der Bundeswehr an einem Einsatz in Afghanistan teilgenommen hat. Im Jahr 2012 sei er zum Islam konvertiert.
Sein Zwillingsbruder Kevin K. habe nach dem Abitur begonnen, an der Ruhr-Universität Bochum Jura zu studieren. „Er ist zuerst konvertiert. Das war 2009“, so Frodermann.
Sollte sich herausstellen, dass die Brüder tot seien, würde das Ermittlungsverfahren eingestellt, erläuterte die Staatsanwältin. Das gleiche sei der Fall, wenn sich über längere Zeit keine neuen Erkenntnisse ergeben sollten.
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